Zuerst hieß es ein letztes mal aufstehen und duschen. Dann ging es zum Frühstück, es gab wiedermal ein achtel Omelett oder eine Tasse Cornflakes. Nach dieser wie die letzten Tage schon “außerordentlichen” Stärkung, ging es ans packen der letzten Sachen.
Beim packen wurde schnell klar, dass wir alle 3 neu gekauften Koffer brauchen werden, da wir beim Flug nach Kanada pro Person einen Koffer mit 32kg nehmen konnten und auf dem Rückflug 2 Koffer mit je 20 kg. Zum Glück ging aber alles rein. Nun hieß es Auto packen und schon ging es los erstes Ziel auf dem Weg zum Flughafen war die Tankstelle um das Auto mit vollem Tank wieder abgeben zu können.
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Vancouver Tag 3
Nun war es leider soweit, unser letzter ganzer Tag in Kanada war angebrochen. Eigentlich stand für heute Whistler auf dem Plan. Da wir dafür aber mind. 5 h mit dem Auto unterwegs gewesen wären, es heute geregnet hatte und uns die Wanderung gestern die letzten Kräfte geraubt hatte, entschieden wir uns den letzten Tag ruhig anzugehen.
Wie auch die letzten Tage gab es heute wieder ein spärliches Frühstück. Mini-Müsli und für die anderen zwei Blaubeer Pancakes. Nachdem wir uns alle „gestärkt“ hatten, ging es los in die Stadt zum Einkaufen.
Für heute musste nun noch ein Koffer her – um uns von den Hinflug (1x max. 32 kg) auf den Rückflug (2x max. 23 kg) vorzubereiten.
Wir mussten relativ früh los, da wir unseren Parkplatz auf der Straße vor der Schule räumen mussten. Einen Strafzettel am letzten Tag einfangen, wollten wir jetzt nicht unbedingt. Die Parkbedingungen hier in unserem tollen B&B sind fast genauso gut, wie unser „super“ Frühstück!
Erste Station war das Einkaufszentrum „Park Royal“. Hier sind wir kurz vor halb zehn angekommen, ca. eine halbe Stunde bevor die Läden aufgemacht haben. Die verbleibende Wartezeit nutzen wir, indem wir die Geschäfte schon mal in Augenschein genommen haben und uns entschieden, in welche wir überhaupt gehen wollten. Letztendlich waren es hier nur ein Geschäft.
Daher hieß es nun weiter zum nächsten Shoppingcenter. Eine große Herausforderung war hier das Parkhaus. Mit zunehmender Ebene wurde die Deckenhöhe immer kleiner. Passen wir hier wirklich noch mit unserem Auto durch? Oder werden wir jetzt gleich ein lautes Kratzen hören? Die Antenne hat sogar einmal gewackelt – diese ist aber einige cm höher als das Auto.
In der Mall klapperten wir einige Taschengeschäfte ab, aber so 100 %ig hatte uns dann doch nichts gefallen. Also war es Zeit für Plan B: Walmarkt! Eindecken mit Cupcakes und das Kofferset (4-Teilig – obwohl man nur von drei Teilen ausgehen kann, da die vierte Tasche eine kleine Umhängetasche ist) für knapp 90 CAD (ca. 60 €) einkaufen, bei nur 10 Jahren Garantie. Ob die Sachen den Flug überstehen werden, wird sich zeigen. Aber für die Rückreise wird es sicher reichen!
Da wir alle nicht allzu viel gefrühstückt hatten, machte sich so langsam unser Magen bemerkbar. Der schrie, dass er Hunger hatte. Wie in fast jeder Mall gab es auch hier einen Food Court – typisch Amerikanisch mit Fast Food. Nachdem jeder etwas gefunden hatte ließen wir uns es schmecken.
Anschließend ging es wieder zurück ins B&B. Ausruhen, Sachen & Koffer packen, Restposten erledigen und und und…… Somit wurde uns an unserem letzten Tag hier in Kanada garantiert nicht langweilig. Alex K. nutzte sogar die Gelegenheit noch eine kleine Jogging runde zu drehen.
Zum Abschluss gehen wir heute Abend nochmal lecker essen, die Frage war nur Wo? Nach längerem Suchen, haben wir uns für Sunset Grill entschieden, einen Pub, mit schön Bier und Burger. Bevor wir dann alle früh ins Bett gehen, denn der Tag morgen wird sicher auch noch anstrengend und lang.
Vancouver 2. Tag
Der 2te Tag in Vancouver begann mit einem überschaubaren Frühstück für Tino und Alex K. Es gab ein vorportioniertes Omelette ‚Achtelchen‘ mit Kartoffeln und Zwiebeln. Da dies nicht ausreichend sein kann, wurde den Beiden großzügiger Weise noch zwei Scheiben Butterbrot (natürlich vorgeschmiert) zum Verzehr bereitgestellt. Wahrscheinlich wussten Anja und Alex S. um die Reichhaltigkeit dieses Frühstückes, so entschlossen Sie sich die Option mit den Cerealien zu nehmen (Tags zuvor musste man das den Besitzern mitteilen, da sie sonst das Essen nicht haben). Beide waren schon voller Vorfreude, da Sie das spärliche Gericht von Tino und Alex K. sahen. Doch sie wurden enttäuscht! Das so gesunde Cerealien Frühstück, war aufgrund seiner Portionsgröße gesund: Eine Kaffeetasse voll mit Cornflakes, 3 sauber verteilte Bananenscheiben – genau 3mm dick, die Milch war auch schon drin. Willkommen bei den Weightwatchers oder man könnte eher sagen, hier hat doch jemand sehr gespart.
Gestärkt von dem Frühstück, wollten wir sofort los. Der Grouse Mountain musste heute bestiegen werden. Schließlich hat man uns in der Touri-Info den Berg als 1h Workout-Wandern empfohlen. Leider war zu diesem Zeitpunkt das Klo verstopft… Nur so es war nicht unsere Schuld. Als die Leute im Zimmer über unseren Zimmern die Klospülung betätigten kam die Scheiße aus der Badewanne bei Anja und Alex K.‘s Zimmer (Es gibt auch Bilder davon, aber diese werden nicht veröffentlich). Alex K. tat sein bestes um die Scheiße wieder in die geordneten Bahnen zu lenken. Doch am Ende stellten alle fest nein das Problem können und wollen sie nicht lösen. So ging es zum Besitzer, der hocherfreut das Bad auseinander nahm. Wir (also Anja, Tino, Alex S. und Alex K.) gingen dann mal lieber…
Die Richtung war ja klar Grouse Mountain, zuerst hieß es Busstation suchen um zur Station Waterfront zu kommen. Die fanden wir relativ schnell, da wir ja gestern in der Nähe in den Hop-ON Hop-OFF Bus eingestiegen sind. In den Bus eingestiegen bestaunten wir die Stadt und unterhielten uns so sehr, dass wir ganz und gar unsere Station verpassten. Als wir nach kurzer Zeit (eine Station vor der Endhaltestelle) vom Busfahrer gefragt wurden wo wir eigentlich hin möchten, bemerkten wir unseren Fauxpas. Da die Gegend nicht gerade gut für Touristen war, sagte der Busfahrer wir sollten lieber warten und mit Ihm wieder Retour fahren. An der Endhaltestelle hatten wir Glück, dass noch der Vorgängerbus da stand, so konnten wir diesen nehmen und mussten die Busfahrerpause nicht noch extra ausharren. Um die Station nicht zu verpassen instruierte der Busfahrer noch seinen Kollegen. Diesmal verpennten wir die Station nicht. Schnellen Schrittes ging es nun zum Seabus (eine Schnellfähre über den Meeresarm der Vancouver Downtown von North-Vancouver trennt). Nach kurzer Fahrt ging es in den nächsten Bus Richtung Grouse Mountain.
Der Transfer dorthin dauerte gefühlt eine halbe Ewigkeit, der Bus wurde zugleich immer voller. Alex S., Tino und Alex K. hatten während der Fahrt sich gleich mit einem Pärchen aus Florida, Gesprächsthema war das Wetter, die Herkunft und deutsches Bier / das Oktoberfest.
Am Grouse Mountain angekommen stellte Tino fest, dass der Anstieg nicht ganz so einfach werden könnte mit seinen 914m Höhendifferenz. Hmm, irgendetwas hatte uns die Dame an der Touri-Info vorenthalten. Was soll`s, los geht’s! Doch Moment, wo ist hier der Weg?
Wir fanden einen Weg, der führte uns direkt zu einem Wolf auch nicht schlecht. Nach einem kurzen Fotostopp, stellten wir fest der Weg ist etwas falsch, hier war also Wolfs Revier aber mehr nicht. Nach kurzer Suche und einer Toilettenpause, haben wir den Weg gefunden. Frohen Mutes gingen wir, mit gefühlt 1000 Anderen los. Bald darauf stellten wir fest, dass die Kanadier Wandern irgendwie anders verstehen. Sie schnauften, schwitzen und drängelten uns den Berg hinauf. Während Alex K. lustig vorne losging, Tino daneben den Weg im Auge behielt. Gingen Anja und Alex S. etwas gespannt dicht hinter her. Im Laufe des Anstieges verschob sich etwas das Bild, wobei Alex S. mit immer finsterer Miene und den Willen Alex K. etwas anzutun, den Berg hochstampfte. Alex K. versuchte mit den Sprüchen, wie „ach das ist nicht mehr weit“ und „das Schlimmste haben wir hinter uns“ den Anderen Mut zu machen. Tino dagegen blieb realistisch und gab GPS genau die noch zu machenden und die schon gegangenen Höhenmeter an.
Ein Beispiel:
Alex K.: Schaut mal, nur noch die Hälfte der Strecke. Wir sind schon bei 18 von 40 Wegpunkten. Tino: Das war bis jetzt nur der leichte Teil und die 18 von 40 bezieht sich auf diese Sektion. Daraufhin Anja: Hmmm Alex S.: Aha.
Am Ende gelang es uns geschlossen und verschwitzt (alle waren verschwitzt) am Gipfel anzukommen nach 1:30 h. Die Laune wurde bei jedem Schlagartig besser. Unser Gipfelsturm wurde mit einer schönen Aussicht und zwei niedlichen Grizzly Bären belohnt. Davon gibt es übrigens Fotos. Nach längeren Aufenthalt auf den Gipfel, verständlich bei der Bärenaussicht, wurde uns so langsam kalt. Es folgte die Abfahrt per Gondel.
Nun ging es mit dem Bus und Sea Bus zurück nach Vancouver City. Der Anstieg hatte schon sehr an uns gezerrt, sodass wir alle Müde waren. Der eine etwas mehr, als der andere. Die weitere Bussuche nach Hause gestaltete sich etwas schwierig. Es hängen hier zwar jede Menge Stadtpläne in der Innenstadt herum, aber in keinem sind auch nur annähernd Bushaltestellen oder Linien eingezeichnet. An der Station gab es zwar einen Linienplan, aber in diesem waren wiederum keine Bushaltestellen eingezeichnet – daher konnte man auch nicht genau sicher sein, ob der Bus in dieser Straße auch wirklich hält. Daher entschlossen wir uns einfach mit dem Bus, mit dem wir gekommen sind wieder zurückzufahren.
Einen kurzen Zwischenstopp auf dem Weg zur Unterkunft haben wir noch in einem Supermarkt eingelegt, um uns mit süßen Leckereien einzudecken (für Flug und unser Frühstück).
Zurück in der Unterkunft, hieß es kurz frisch machen und dann auf zur Nudel Bar. Dort ließen es wir uns wieder schmecken. Den Rest des Abends ließen wir noch gemütlich ausklingen, bevor wir alle übermüdet ins Bett fielen…
Vancouver 1.Tag
Nach dem Schock des gestrigen Tages, gingen wir nicht ganz glücklich zum Frühstück. Aber es sollte noch schlimmer kommen, denn auch das Frühstück war eine Katastrophe. Es gab French Toast mit Erdbeeren und Bananen. Das Problem, diesmal gab es alles nur vorgesetzt, das heißt 2 Scheiben French Toast und 4 Stückchen Erdbeeren und Bananen. Das war alles!!!! Ach nee Moment es gab noch 1 Glas O-Saft, Kaffee und Tee. Wobei Tee nur eine kleine Kanne, dafür aber Kaffee so oft die Dame des Hauses mit der Kanne vorbei kam. Kurz um in diesem B&B geht es den Menschen nur um unser bestes „unser Geld“!!
Nach diesem sehr „gehaltvollen“ Frühstück ging es zur nächsten Busstation. Hier machen wir mit dem sogenannten Hop on Hop off-Ticket Bekanntschaft. Dieses kann man sich als ein Busticket für Touristen vorstellen. Es geht über eine definierte Route durch die ganze Stadt und an verschiedenen Punkten kann man aus und in jeden folgenden Bus wieder einsteigen. Des Weiteren wird auf der Fahrt über alles um einen herum erzählt (auf Deutsch, Englisch, Chinesisch,…). Dabei hat man interessante Sachen über die Stadt und Ihre Geschichte erfahren können.
Die Mentalität in BC (British Columbia) war uns ja schon aufgefallen, aber im Bus hörten wir dann den richtigen Satz dazu: BC = bring cash und das ist hier wirklich so.
Unsere Busfahrt unterbrachen wir zuerst am Hafen, hier ist das Touristische Zentrum von Vancouver. Es ging nun zuerst in die Touristeninformation um zu sehen, ob wir etwas gegen die Unterkunft tun können und was wir die nächsten Tage noch machen können. Die Dame aus der Info war sehr freundlich und dazu noch ursprünglich aus Deutschland. Leider konnte Sie uns, trotz Ihrer Bemühungen, mit dem Problem der Unterkunft auch nicht weiterhelfen. Aber Sie gab uns einige Tipps, was wir in Vancouver machen können und was hier sehenswert ist. Wir haben hier gleich noch 4 Nahverkehrstagestickets (für jeden eins) für die nächsten Tage gekauft.
Nun ging es an das Erkunden der Stadt und einkaufen der Souvenirs. Dazu liefen wir zuerst am Hafen entlang bis zur Olympische Flamme (Fire and Ice). Weiter führte uns der Weg dann über den Canadian Trail nach Gastown. Hier ging es von Gift Shop (Souvenirladen) zu Gift Shop. Nach und nach füllten sich somit unsere Taschen mit Souvenirs. Nach gefühlten 5h einkaufen ging es weiter auf der Bustour.
Diese führte uns noch ein bisschen durch die Stadt und dann durch den sehr schönen Stanley-Park. In diesem gibt es wunderschöne Waldabschnitte, aber auch viele Wege, Bepflanzungen und ein paar Restaurants. Einen kurzen Zwischenstopp von 15 min machte der Bus am „Prospect Point“. Hier sind Alex S. und Anja noch schnell ein paar Meter zurück zur Lions Gate Bridge gelaufen um diese auf dem Foto festzuhalten. Die Brücke ist der GoldenGate Bridge in San Francisco nachempfunden. Des Weiteren ist sie eine der größten Hängebrücken der Welt. Am Aussichtspunkt konnten wir noch einen Blick auf Nord-Vancouver werfen und natürlich dabei auch gleich noch ein paar Fotos knipsen.
Einen weiteren Zwischenstopp legten wir an der Robson Street (eine der Haupteinkaufsstraßen in Downtown von Vancouver) ein. Hier hieß es nun wieder von Laden zu laden, wobei die Priorität nun eher auf weiteren Koffern lag, da wir für die Heimreise 2 Koffer mit ja maximal 23 kg haben dürfen. Nach weiteren zwei Stunden (gefühlt fünf), machten wir uns mit unserem Bus auf den Weg zurück zur Ausgangsstation. Nun hieß es noch schnell fürs Abendessen einkaufen. Wieder in der „Unterkunft“ angekommen, hieß es Abendbrot machen. Es gab Nudeln und Hot Dogs. Denn mehr als Wasserkocher und Mikrowelle gab es ja nicht.
Zum Abschluss des Tages hieß es nun nach zwei Tagen mal wieder Blog schreiben, wobei wir nur einen Tag schafften. Ob es an der Unterkunft dem getrunkenen Alkohol oder der nun verzehrten Melone lag ist unklar, aber wir wollten nun nur noch schlafen.
Morgen steht dann Grouse Mountain auf dem Plan.
Fahrt von Kelowna nach Vancouver
Heute geht es nun zur letzten Station nach Vancouver, dafür hieß es aber erst einmal aufstehen. Das heißt auch es gibt heute das Letzte mal bis Ende der Woche deutsches Frühstück. Wir haben uns natürlich richtig satt gegessen, denn wer weiß schon was nun kommt.
Wie es sich gehört, haben wir uns von unseren deutschen Gastgebern verabschiedet und dabei noch ein bisschen unterhalten. Sie erzählten uns zum Beispiel, dass es hier jedes Jahr sehr viel schneit, auch wenn es nur Pulverschnee ist. Des Weiteren werden die Straßen hier sogar bis in den letzten Winkel wegen den Schulbussen geräumt. Diejenigen die außerhalb der Städte wohnen haben meisten Allrad Autos, mit denen sie durch den Schnee bis zu 50 cm problemlos durchkommen.
Wir nutzten die Gelegenheit und stellten auch noch ein paar Fragen. Als erstes, was es mit den vielen „For Sale“ Schildern auf sich hat? Die Antwort war leicht, es ist in Kanada normal, dass häufig umgezogen wird und damit immer viele Häuser zum Verkauf stehen. Eine weitere Frage kam uns schon ein paar Tage vorher in den Sinn. Hier in Britisch Columbia haben die meisten Autos zwei Nummernschilder, in Alberta gab es meist nur eins hinten. Die deutschen erklärten uns, dass es zwei Schilder von der Versicherung gibt und damit hier in BC meist vorne und hinten welche dran sind.
Nach dem Abschied ging es los Richtung Vancouver. Erste Station war vorerst aber noch die Tankstelle, hier tankten wir voll und nichts wie ab auf den Freeway.
Vorher ging es noch über den Okanagan Lake (Kelowna hat die einzige Brücke über den bestimmt 30 km langen See). Für alle, die sich fragen was ein Freeway ist, das ist eigentlich das Gleiche wie ein Highway. Nur darf man hier 120 km/h statt 110 km/h fahren und es gibt weder Tankstellen noch Aussichts- oder Rastplätze, dies sind reine Transitstrecken. Das witzige in Kanada ist, dass immer nach den Tankstellen erst der Hinweis kommt, dass auf den nächsten xxx km keine Tankmöglichkeit mehr kommt.
Auf der Fahrt selbst begegneten uns natürlich wie immer viele „Fallen“ für Touristen. Einmal sind leider auch wir reingefallen. Denn LakeFalls klang für uns interessant, am Ende war es eine sehr enge Straße mit „NIX“ am Ende. Den einzigen weiteren Ausflug vom Freeway machten wir in Hope, wo der erste RAMBO Film gedreht wurde. Hier sind wir ca. 30km parallel zum Freeway gefahren, bevor es wieder auf diesen ging. Auf dem kleinen Ausflug sind wir immer mit Blick auf den parallel laufenden Fraser River gefahren. Sehr lange haben wir nach einer Zufahrt oder einem tollen Blick auf den Fluss gesucht. Nach langem Suchen und auch ein paar Metern zu Fuß und über Steinen kamen wir auch ans Wasser. Hier konnten wir ein paar Minuten entspannen und den Blick über die Berge schweifen lassen, bis es wieder zurück ins Auto ging. Dieser Fluss wird uns nun bis Vancouver begleiten.
Vancouver selbst machte mit vielen „Vororten/Vorstädten“ auf sich aufmerksam. Wir kamen nun näher und näher an Vancouver und die Straße wurde stetig voller. Nach der Ankündigung, dass die Straße nun Maut kosten soll, haben wir diese verlassen und es ging weiter durch Vancouver. Nach ca. 20 km durch die Stadt kamen wir an der Unterkunft an. Unser erster Gedanke von außen war, wo sind wir hier gelandet. Leider ging es innen so weiter, das bedeutete seltsamer Geruch im Haus, kleine runtergekommene Zimmer und das Bad / WC naja… Somit breitete sich bei uns recht schnell eine Depressive Stimmung aus. Und wir beschlossen nur schnell die Sachen ins Zimmer zu bringen und dann zum sehr nah gelegenen Ozean zu laufen. Als kleinen Trost, dass wir nichts gegen die Unterkunft machen konnten, gingen wir auf die Suche nach etwas zu Essen. Nach verschiedenen vergleichen entschieden wir und für Pasta, welche SEHR GUT war. Wir konnten uns hier Pasta wie wir wollten zusammenstellen und diese war sehr lecker und vor allem günstig.
Alles in Allem, werden wir uns mit der Unterkunft für die nächsten 4 Nächte arrangieren müssen.
🙁
Kelowna
Nach dem Aufstehen, wurde uns von den Gastgebern hier das erste mal ein “deutsches” Frühstück gezaubert. Zum ersten Mal gab es Salami (also Wurst) zum Frühstück. Wie immer gab es auch Marmelade, Jogurt (hier sogar Actimel), Butter, Honig, … .
Unser erstes Ziel des Tages war der Knox Mountain, von welchem aus man einen wunderbaren Überblick über ganz Kelowna hatte. Das Wetter dazu, hat heute auch super gepasst. Strahlender Sonnenschein, kaum eine einzige Wolke am Himmel.
Bevor wir jedoch diesen fantastischen Ausblick genießen konnten, mussten wir erst einmal die 400 Höhenmeter überwinden. Der Weg an sich war gut ausbaut und auch fast überall sauber ausgeschildert. Aber auch Schilder, mit der Aufschrift nicht betreten halfen bei vielen der Touristen nicht, diese haben trotzdem den Weg verlassen und sich Abkürzungen gesucht. Man kann hier sagen, die deutschen sind da bei weitem nicht die schlimmsten. Getrieben vom menschlichen Bedürfnis nach einer Toilette, erreichen wir schließlich, wenn auch über Umwege den Gipfel des Berges. Hier angekommen bemerkten wir, das um uns herum alle Personen auf einmal Deutsch sprachen. Dies war in KANADA doch sehr befremdlich.
Nach der wohl tuenden Erleichterung ging es nun zurück zum Auto am Fuß des Berges. Auf dem Weg nach unten erspähten wir noch ein paar Rehe mit Ihren kleinen. Leider haben wir nicht das Glück gehabt hier einen Bären zu sehen.
Am Auto angekommen, ging es in die Innenstadt (wenn man 15 Läden so nennen kann), hier suchten wir uns erst einmal einen Parkplatz für 1,75 Stunden, was, wie sich herausstellen sollte mehr als ausreichend war, denn viel mehr als Fress-Buden gab es hier nicht. Der kurze Abstecher zum Hafen war letztendlich das Einzige was sich wirklich in der Innenstadt gelohnt hat.
Auf dem Rückweg machten wir noch kurz Halt in einem Walmarkt um uns mit Steaks und Co für den Grillabend zu rüsten. Wir erspähten zwar auch einen Costo (dort gibt es die super-leckeren Muffins die wir in Edmonton zum Frühstück bekommen hatten), aber dies war leider ein Großmarkt. Und da wir keine Mitglieder waren, hieß es also keine super-leckeren Schokomuffins. Aber da es hier genug andere süße Dinge, wussten wir uns auch hier zu helfen.
Back im Wildnature ruhten wir uns erst ein wenig aus, Alex K. drehte noch eine kleine Joggingrunde bis es Zeit war zum Grillen (Rindfleisch-Steaks, Spieße und Kartoffeln).
Nachdem wir das ganze Fleisch vertilgt hatten, war es höchste Zeit schnell noch alles aufzuräumen und dann ab ins Bett, denn am nächsten Tag steht uns die lange Fahrt nach Vancouver bevor.
Fahrt von Revelstoke nach Kelowna
Heute früh hieß es aufstehen, alle Sachen zurechtstellen und los geht’s zur Gondel. Wir haben uns heute Morgen mal ein Frühstück auf der Revelstoke Lodge, welche wir mit der Gondel erreicht haben gegönnt. Somit können wir immerhin sagen, wir sind hier einmal Gondel gefahren. Auch hofften wir natürlich auf einen guten Ausblick.
Für 32 CAD (ohne Steuer) ging es mit der Gondel hinauf und hinab und das Frühstück war im Preis inbegriffen. Zur Erinnerung wir hätten in Banff 40 CAD (ohne Frühstück) für die Gondelfahrt bezahlen müssen.
Das Frühstücksbuffet war sehr gut und vor allem reichlich. Eine riesen Auswahl an Toast, Bagels, Rührei, frittierten Kartoffelwürfeln, Speck, Würstchen, Omelett (welches jedem mit den Zutaten, die man wollte frisch zubereitet wurde), Waffeln mit Schoko-/Karamellsoße, Müsli, Joghurt, jede Menge geschnittene Früchte (Erdbeeren, Ananas, Papaya, Melone – als Obstsalat oder auf einen Schokospieß), Croissants, Muffins und weiter diverse Süßspeisen. Sprich, wir konnten uns nicht beklagen, sondern für 32 CAD den Bauch richtig vollschlagen.
Leider war das Wetter heute Morgen nicht so gut wie gestern Abend. Über dem Tal hing Nebel, dadurch war der Blick auf das Tal leider nicht so fantastisch wie gehofft.
Zum Glück konnten wir mit der Gondel wieder nach unten fahren, sonst wären wir sicher den Berg hinunter gekullert, soviel wie wir jeweils gegessen hatten. Leider waren es bis zur Gondel 500m welches es Berg auf ging. Schon hier ist uns aufgefallen, dass wir alle zum Frühstück ganz schön zugelangt haben.
Zurück im Hotel verstauten wir unsere Sachen zuerst auf den Gepäckwagen und schlussendlich im Auto. Es kam uns so vor, als ob es mit jeder Abreise mehr Gepäck wird. Nach dem Auschecken ging es los nach Kelowna.
Die Strecke ging immer den Highway entlang. Zwischendurch gab es natürlich unsere altbewährten Fotostopps an schönen und interessanten Punkten. Zum Beispiel einen See mit tollen Spiegelungen (Häuser, Berge,…) sowie zahlreiche groß angekündigte Touri Naps. Die sahen schon so richtig nach zeit und Geld Verschwendung aus.
Ein weiteres Highlight der Route war die Umgebung der Okanangan-Region, welche sehr schön aussieht. Es gibt dort jede Menge Felder (Mais-/Korn) und viele Tiere (meist Kühe). Somit zeichnet sich dieser Bereich durch Agra und Viehzucht aus. Leider scheinen aber viele Menschen dort Ihr Hab und Gut verkaufen zu wollen, denn es gab sehr viele „For Sale“ Schilder. Richtig viele. Wer weiß was hier wirklich abgeht, verseuchtes Trinkwasser, Fracking,………. Hoffen wir, das wir es nicht am eigenen Leib erfahren müssen.
Bei Vernon, eine kleine Stadt ca. 50 km vor Kelowna haben wir einen kleinen Abstecher in den Silver Star Provincial Park gemacht. Dies ist ein Skigebiet mit sehr interessanten oder vielleicht sollten wir ehrlicherweise sagen eher verrückten Häusern. Wir sind sehr weit hoch auf den Berg gefahren und haben uns eine gute Aussicht erhofft. Aber hier war doch tatsächlich alles von Häusern zugebaut. Selbst auf dem Weg nach unten, konnten wir an keinem, Punkt auch nur annähernd ein tolles Foto von der Aussicht schießen, da immer entweder Wald, eine Stromleitung oder ein Haus im Weg waren.
Nach dem wir wieder auf unserem eigentlichen Highway waren, entschlossen wir uns nach ca. 20km einen anderen Weg einzuschlagen. Diese Route führte uns zuerst über einen kleinen Berg zu einer riesen Häuseranlage mit einem sehr großen Golfplatz. Diese Anlage war gut besucht und wir fanden ein Schild, welches und den Prunk und die kleine Stadt (hunderte neue Häuser) erklärte. Dies war im Sommer das zu Hause der Kanadischen Eishockey Spieler. Es ging nun weiter auf einer endlich mal kurvigen und engen Straße. Entlang dieser Straße stießen wir auf den Okanagan Lake, welcher uns nun bis kurz vor Kelowna begleiten sollte. Auf dieser Route gab es am Rand des Sees jede Menge Obstanbau gebiete. In einem dieser, sahen wir endlich auch mal Rehe. Auch wenn wir es nicht glauben konnten, es standen tatsächlich Rehe zwischen den Obstbäumen unweit der Straße. Diese sahen für uns leider auf den ersten Blick künstlich aus, da Sie sich aber dann doch bewegten, war für uns alles klar.
Der Ausblick und das Panorama auf dieser Straße waren einfach herrlich. Die ganze Umgebung wird nicht zu Unrecht als das Kalifornien Kanadas bezeichnet.
Irgendwann mussten wir aber wieder zurück auf den Highway und legten auf diesem die letzten Kilometer in Richtung Kelowna zurück. Bevor wir uns auf die Suche nach der Unterkunft begeben konnten, hielten wir noch an einem Walmarkt um für den heutigen Abend noch ein paar Kleinigkeiten einzukaufen.
Die Unterkunft „Wild Nature B & B“ erreichten wir sehr gut. Wir hatten schon mit einer Schotterstraße und irgendwo im nirgendwo gerechnet. Zwar sind wir wie erwartet außerhalb, aber es gibt hier auch noch etliche Nachbarn um uns herum.
Die Unterkunft hat eine super Aussicht. Wir sind hier auf ca. 1200m ü. NN und schauen schön auf den Okanagan Lake herunter. Die Gastgeber hier sind aus Deutschland und haben uns herzlich empfangen. Die Unterkunft für uns hat einen eigenen Eingang und besteht aus einem Wohnesszimmer, 2 Bädern und 2 Schlafzimmern. Also alles das was man so braucht. Der morgige Tag ist dank ein paar Tipps der Gastgeber auch schon geplant.
Nachdem die Zimmer verteilt wurden, die Sachen im Kühlschrank verstaut wurden, genießten wir die Aussicht bei der untergehenden Sonne. Nachdem es dann hier aber doch sehr schnell kühl wurde, verzogen wir uns lieber nach drinnen (außer Alex K. der noch eine Lauf-/Sporteinheit eingeschoben hatte).
Jetzt heißt es noch Abendessen machen und den Abend vielleicht mit einer Runde Kartenspielen ausklingen lassen.
Als Randbemerkung gibt es noch zu erwähnen, dass Alex S. sich nun schon seit 2 Tagen mit einem deftigen Schnupfen rumschlägt. Wahrscheinlich hat er ihn von Tino, der sich in Jasper mit dieser Erkältung rumschlagen musste (und den hat er sich im Flugzeug geholt). Mal sehen wie die beiden Anderen sich noch halten.
Fahrt von Canmore nach Revelstoke
Nachdem Alex K. heute früh vom Joggen zurückkam, hieß es ein letztes Mal Frühstück machen. Leider waren wir wie immer nach unserem Plan spät dran. Planen müssen wir in jedem Fall noch üben, gerade beim Aufstehen und los kommen.
Die letzten Sachen wurden verstaut, die Schränke noch einmal kontrolliert und dann hieß es leider einige Minuten später als geplant Abschied nehmen vom Stone Ridge Mountain Resort in Canmore.
Nach dem Auschecken machten wir uns im leichten Regen auf die Reise ins Ungewisse. Für heute Abend haben wir noch keine Unterkunft. Wer weiß wohin uns der Weg tragen wird? Wird es wieder eine Gummibärenhöhle? Im schlimmsten Fall ein Motel? Oder, oder, oder …..
Aktuell hieß es jedoch volle Fahrt voraus Richtung Revelstoke. Je nachdem wie das Wetter wird, wir durchkommen und es uns dort gefällt oder auch nicht fahren wir weiter nach Mica Creek oder Kamloops. Die Entscheidung wo es hin geht und ob es eine Unterkunft geben wird beziehungsweise welche, treffen wir in Revelstoke.
Unterwegs gab es natürlich immer wieder kleine Fotostopps an bestimmten Aussichtspunkten.
An unserem ersten Aussichtspunkt, ging es auf Toilette. Hier fanden wir am Fluss, in welchem wir unsere Hände waschen wollten, eine Fußspur, welche entweder von einem Wolf oder einem Lux war.
Als nächstes passierten wir den Rogers Pass, der im Glacier National Park lag. Hier gab es viele Schneebedeckte Berge zu bestaunen.
Einen kurzen Zwischenstopp gab es in der Touri-Information, die sogar ein kleines Museum beinhaltete. Hier konnten wir sogar als National-Park-Pass-Inhaber kostenlos rein. Gesagt, getan – ein kleiner Blick konnte ja nicht schaden. Zu bestaunen gab es einige Modelle aus der Eisenbahnzeit, noch dazu konnten wir hier endlich einen Bären und sogar einen Cougar entdecken.
Jedoch leider nur in ausgestopfter Form. Vor dem Gebäude waren zwei Haubitzen ausgestellt. Mit diesen schießen die Kanadier den Schnee ab. Leider konnten wir keines der beiden Geschütze mitnehmen .
Weiter ging es Richtung Revelstoke, wenige Kilometer vor der Stadt gab es unseren ersten Stau in Kanada, welchen wir uns gerne erspart hätten. Denn es ging Minuten lang keinen Meter vorwärts. Keine Ahnung wie lange wir hier standen, gefühlt eine halbe Ewigkeit. Das hieß auch mit der Fortgeschrittenen Zeit, allzu viel weiter als nach Revelstoke werden wir wohl nicht fahren. Als es endlich weiter ging (ein Auffahrunfall und etwas weiter hinten ein defektes Auto) durchquerten wir noch die letzten Kilometer nach Revelstoke.
Auf den ersten Blick sah Revelstoke nicht so einladend aus. Ein kurzer Halt an der Touri-Info und wir konnten uns über die Übernachtungsmöglichkeiten informieren.
Letztendlich haben wir hier sogar noch eins gefunden und gleich hier zugeschlagen und gebucht. Die Buchung selbst konnten wir am Telefon der Touri-Info mit Hilfe der Mitarbeiterin der Touri-Info machen. Das Hotel war ca. 60 CAD günstiger als über Booking.com.
Da wir das Zimmer jedoch erst gegen 16 Uhr beziehen konnten und wir somit noch über eine Stunde Zeit hatten, hieß es wir haben noch genug Zeit zum Tanken und um eine Kleinigkeit zu Essen. So schafften wir es uns noch ein bisschen umzuschauen.
Nach einem kurzen Abstecher zum Flughafen ging es zum Hotel. Dies sah schon sehr edel aus. Nach dem Einchecken hieß es das Zimmer beziehen. Das Zimmer war sehr schön, nur gab es hier zwei kleine Betten. Zwei kleine Betten für vier Personen? Noch dazu, dass sie uns am Empfang gesagt hatte, es gibt ein Kingsize Bett und einmal ein Two-Bedroom Zimmer. Irgendetwas war hier faul?
Es gab noch eine Tür, die war aber abgeschlossen. Also riefen wir am Empfang an. Es wird jemand geschickt, der uns den Raum aufsperrt. Da wir nicht 100%ig sicher sein konnten, ob wir wirklich in diesem Zimmer blieben, ließen wir erstmal alle Sachen an Ort und Stelle. Die Sachen in den Kühlschrank und die Zimmer einräumen können wir später immer noch. Also konnten wir nur eins tun. Uns hinsetzen und warten. Irgendwie hat sich nach 15 Minuten immer noch nichts getan. Daher riefen wir noch einmal an. Wieder hieß es warten und warten und warten. Da sich nach 30 Minuten immer noch nichts getan hatte, beschlossen Alex K. und Tino runter zu gehen und selbst nachzufragen.
Wer sage es, jetzt hat es geklappt. Obwohl der Concierge noch vor den beiden losgegangen ist, waren die beiden trotzdem noch früher wieder im Zimmer. Nach sage und schreibe 45 Minuten wurde die Tür endlich geöffnet.
Jetzt konnten auch endlich die Sachen im Kühlschrank verstaut und die Koffer in die Zimmer gerollt werden.
Wir hatten hier zwar wieder eine voll ausgestattete Küche, aber da wir heute Morgen nicht wussten was uns erwartet, haben wir beschlossen für den einen Abend einfach Essen zu gehen. So haben wir am wenigsten Stress. Bevor es zum Essen ging erkundeten wir noch ein wenig die Umgebung.
Sicher ist hier im Winter jede Menge los, da dass hier ein absolutes Skigebiet ist, wo es jede Menge Gondeln und Pisten gibt.
Zu Abend haben wir im Rockford gegessen. Das Essen war gut, nur das Restaurant ein bisschen kalt von der Temperatur. Es gab lediglich eine Karte mit alkoholischen Getränken. Auf Nachfrage gab es zwar auch antialkoholische Getränke, aber diese sind nirgends vermerkt.
Den restlichen Abend ließen wir im Pool und der Hot Tube ausklingen. Eine kleine Partie Rommé auf dem Zimmer durfte natürlich auch nicht fehlen, bevor es hieß Schlafenszeit.
4. Tag Canmore – Ein Hoch auf unsere Wanderschuhe – oder auch Hikeclimbing
Wie jeden Tag begann auch dieser mit einem sanften oder vielleicht sollte man eher sagen unsanften klingeln des Weckers, welches uns aus dem Schlaf riss. So langsam macht sich die Müdigkeit immer mehr bemerkbar. Aber nichts destotrotz wollten wir unseren letzten vollen Tag in Canmore noch mal mit einer Wanderung füllen. Daher hieß es wohl oder übel (einige hätten sehr gern weiter geschlafen) raus aus den Federn!
Die Stärkung für die Wanderung begann wie die letzten Tage, mit Müsli, Brötchen und natürlich nicht zu vergessen unseren Muffins.
Für unsere heutige Wandertour war der Mount Rundle geplant – oder eher gesagt, der östliche Gipfel (Mount Rundle East End). Dieser sieht von unserem Hotelzimmer aus wie eine Pyramide. Also wer kann schon sagen, dass er in Kanada auf einer Pyramide war? Aber, noch sind wir nicht oben und ob das Wetter heute mitspielt, werden wir noch sehen.
Mit dem Auto ging es über den Schotter-Highway hoch zum Parkplatz. Wanderschuhe an und los (oder besser hoch) geht es.
Der Weg am Anfang sah noch sehr vielversprechend aus und war klar zu erkennen. Jedoch sollte sich das auf einem sehr steilen und felsigen Stück noch ändern. Hier war nun kein klarer Weg mehr zu erkennen. Also hieß es, wie es sich für echte deutsche gehört: improvisieren. Dies gestaltete sich so, dass wir uns spontan einen eigenen Weg gesucht haben. Irgendwie sind wir aber quer Beet zum ersten kleinen Plateau auf dem Weg nach oben gekommen. Der Blick auf das Tal und die umliegenden Berge war unglaublich. Leider war auch der Wind unglaublich, welcher uns um die Ohren pfiff. Um nicht zusagen, das man den Wind schon als Sturm bezeichnen könnte.
Als wir auf dem Plateau an einem windgeschützten Stück eine kurze Pause einlegten, kamen uns drei junge Mädels entgegen. Sie waren kurz über der Baumgrenze umgekehrt, da der Wind zu stark wurde. Sie wünschten uns aber viel Glück! Wir werden sehen, wie weit wir kommen. Es wäre nur wieder sehr schade, kurz vor dem Gipfel des Berges, auf Grund des Wetters umdrehen zu müssen. Aber vielleicht haben wir heute ja etwas mehr Glück. Und im Vergleich zu den drei Mädels, die in Hotpants und mit Softshell-Jacke unterwegs waren, sind wir ja noch ein bisschen besser ausgestattet.
Der Weg nach oben, über Fels, Graß, Erde und Geröll war bei all dem Wind sehr beschwerlich. Aber dank all unserer Schichten haben wir es bis oben geschafft. Auf dem 2506 m hohen Gipfel angekommen konnten wir einen unglaublichen Ausblick genießen. Wir konnten von hier aus einen Blick auf die Rockies und auf Canmore werfen. Die Panorama Funktion der Kamera und des Handys konnte hier wieder ausgiebig getestet werden.
Der Weg nach unten war nicht wirklich besser als der nach oben. Es war steil und wir mussten aufpassen, nicht wegzurutschen. Daher auch der Titel, ein Hoch auf unsere Wanderschuhe, die uns richtig guten Gripp verliehen. Mit Turnschuhen wären wir hier absolut verloren gewesen.
Nachdem wir wieder sicher den Boden erreicht hatten, ging es zurück ins Hotel. Nach einer kurzen Erholungspause (Duschen, warmen Tee und die letzten Reste Eis vertilgen) ging es zum Abschluss nochmal in die Innenstadt von Canmore.
Diese ist allerdings viel kleiner als Banff und touristisch nicht so erschlossen. In Banff gab es ein Gift-Shop neben den anderen, hier gab es lediglich einen. Dafür zahlreiche Galerien und Geschäfte mit den teureren Marken.
Die letzten fehlenden Sachen für’s Grillen heute Abend wurden noch schnell im Saveway besorgt und dann ging es zurück ins Hotelzimmer, Sachen packen, die Route für morgen planen, grillen, Abendessen und noch ein bisschen auf der Couch relaxen.
3. Tag in Canmore: Sightseeing-Tour durch den Banff-National-Park
Es sollte heute eigentlich um 07:45 Uhr Führstück geben, da aber wie immer keiner früher aufgestanden ist, um den Tisch zu decken, waren wir wieder einmal später dran. Wie immer gab es Muffins, Brötchen und Marmelade. Zusätzlich gab es heute, auch wenn nicht Sonntag ist, noch Rührei.
Bevor wir auf unsere Tour heute starten konnten, mussten wir erst einmal tanken. Nachdem wir die Richtige Tankstelle gefunden haben, ging es ans Tanken. Eigentlich muss hier immer erst gezahlt werden und dann kann erst getankt werden, aber da wir noch einen Gutschein hatten, ging es wie bei uns, tanken und dann zahlen.
Der nächste Stopp war nun Lake Louise. Bereits bei der Touristeninformation war eine Anzeige zu erkennen, dass nur begrenzt Parkplätze zur Verfügung stehen. Dennoch wollten wir unser Glück probieren. Bei der Fahrt auf den Parkplatz, sahen wir schon, dass dies einer der beliebtesten Touristenziele ist. Der untere Parkplatz war schon komplett belegt, auf dem oberen Parkplatz waren aber noch circa 15-20 Parkplätze frei.
Nun bahnten wir uns durch die Touristenmenge den Weg zum See. Hier war es wirklich verdammt voll, gefühlt waren hier 5 Touristen pro m² unterwegs und dies trotz des schlechten Wetters. Ständig mussten wir aufpassen nicht in irgendwelche Bilder reinzulaufen.
Wie an den meisten Seen konnte man sich natürlich auch hier ein Kanu ausleihen. Der Preis war natürlich für die Top-Attraktion in Kanada richtig deftig mit 65 CAD pro Stunde (2 Personen). Und es gab sogar einen Sparpreis von 55 CAP für eine halbe Stunde. Im Vergleich nochmal dazu, am Maligne Lake kostete 1 h 45 CAD für ein Ruderboot (4 Personen), nur wollten diese zu viele Daten haben.
Nachdem wir auch die obligatorischen Bilder vom Lake Louise gemacht hatten, ging es schnell wieder zurück zum Auto. Jetzt war der Parkplatz schon fast komplett gefüllt, nur gut dass wir nicht 30 min später dran waren.
Jetzt ging es aber endlich zum Moraine Lake, der viel schöner ist. Hier gab es aber schon ein Parkplatz Problem. Zum Glück haben wir an der Seite noch einen gefunden. Bereits von weitem konnten wir den atemberaubenden See erkennen. Um einen noch besseren Blick (oder ein besseres Fotomotiv) zu erhaschen, ging es hinauf zur Aussichtplattform. Natürlich nahmen wir nicht den richten Weg, denn diesen kannten wir noch nicht. Nein, wir kletterten über Baumstämme und Felsen dort hoch. Auf dem doch sehr steilen Weg nach oben kam auf einmal das Kommando „Hoch“ und Alex S. hat sich voll den Kopf an einem Felsen gestoßen. Endlich auf den Aussichtspunkt angekommen, stellen wir vier deutschen Trottel fest, dass es auch einen Weg für hoch und runter gibt, welcher mit Treppen und ausgebauten Wegen ist.
Wir machten oben noch ein paar Fotos, die zwar auch traumhaft aussehen, aber leider fing es dann ein wenig an zu regnen und der Wind machte eine Spiegelung der Berge unmöglich. Leider konnten wir durch die Wolken auch nicht die Gipfel der Berge erkennen. Aber wir können ja auch nicht alles haben….
Nach der Fotosession, gefühlt über 50 Bilder (eins sollte davon schon gut geworden sein 😉 ) begaben wir uns dann, diesmal aber über den Weg, wieder nach unten zum Auto. Da wir hier ganz am Anfang geparkt hatten, sperrten Tino und Anja die Straße ab, damit wir rückwärts die Einbahnstraße rausfahren konnten, zum Drehen. Denn erst die „vorgeschriebene“ Runde über den Parkplatz hätte uns sicher mindestens 30 min gekostet, da hier die Autos schon im Stau standen um auf den nächsten frei werdenden Parkplatz zu warten. Es suchten mind. 15 Autos Parkplätze und auf den Weg nach unten kamen uns weitere ca. 20 Autos entgegen.
Auf dem Weg nach Banff, welches unser nächstes Ziel war, machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp an einem unbekannten See direkt am Highway. Hier konnten wir auch endlich mal auf eine Toilette, ohne 1000 Touristen zu haben. Heute hat es sich hier auch gelohnt die Kamera rauszupacken. Den bei unserer Reise von Jasper nach Canmore war noch alles voller Rauch, sodass wir keinen einzigen Berg erkennen konnten. Nun aber haben wir das Panorama mit der Kamera einfangen und auch genießen können.
In Banff angekommen, bahnten wir uns mit dem Auto den Weg zum Sulphur Mountain. Und bahnen ist hierbei noch nicht ganz das richtige Wort. Banff ist die Touristen-Stadt schlechthin. Hier sollte man genau aufpassen, dass nicht einem kein Touri vor das Auto läuft oder ein Auto (wahrscheinlich Touri) falsch blinkt um dann doch wieder in eine andere Richtung zu fahren.
An der Seilbahnstation angekommen bietet sich uns wieder ein herrliches Panorama auf die Rocky Mountains. Vielleicht hätte sich von oben noch ein besserer Blick ergeben, aber für die Seilbahnfahrt sage und schreibe 40 CAD (ca. 28 €) zu berappen, wollten wir dann doch nicht. Im Vergleich dazu zahlten Anja und Alex K. in Österreich für eine Berg- und Talfahrt 15 € pro Person. Bis 20 € wäre vielleicht noch okay gewesen, aber alles darüber zählt schon als Touri-Nap. Dann doch lieber selbstständig auf einen Berg wandern und die Aussicht von dort genießen
Weiter ging es nun zu den Stromschnellen, den „Bow Falls“. Hier schien die Sonne und der Bow River erstrahlte in einem schönen Blau. Hier drehten wir eine kleine Runde zu Fuß und konnten das berühmte „The Faimont Banff Springs“ Hotel von der Ferne erblicken.
Die restliche Zeit verbrachten wir in der Innenstadt von Banff entlang der Touri-Meile.
Dabei hatten wir zuert ein Parkplatzproblem. Uns war nicht ganz klar, wie lange wir hier parken dürfen?

Wir hatten überlegt uns ein Eis zu gönnen, bei „Cows“, welches auch als bestes Eis in Kanada gilt, aber da wir im Hotel noch zwei große Packen Eis hatten und diese bis morgen Abend leer bekommen müssen, entschlossen wir uns dieses daheim zu genießen. Der Preis für eine Kugel lag bei über 4 CAD (ca. 2,80 €)
Der nächste Schritt auf unserer Tour führte uns zum Lake Minnawanka. Dieser ist (wie fast alle Seen hier) auch traumhaft schön, aber der Wind hatte es ganz schön in sich. Daher hielten wir uns hier nicht allzu lange auf.
Erst wurde uns bei der Rückfahrt die Vorfahrt genommen und dann schlich dieser Autofahrer umso mehr vor uns her. Daher machten wir noch spontan einen kleinen Stopp auf einer Aussichtsplattform auf Bankhead. Dies ist eine verlassene Stadt an einer Kohlemine, jedoch wurde irgendwann der Kohleabbau zu teuer und somit die Miene geschlossen. Die Häuser sind natürlich wie typisch hier – mit umgezogen.
Nachdem wir jetzt unseren „Raudie-Schleicher“ von vorhin genug Vorsprung gegeben hatten, ging es zurück ins Hotel zum Eis essen.
Anschließend drehte Alex K. noch eine Jogging-Runde und der Rest erholte sich und bereitete das Abendessen vor. Zum Abendessen waren Burger geplant. Jedoch gestaltete sich die Umsetzung des Planes als nicht ganz so einfach. Zunächst bemerkte Tino, dass der Grill sehr dreckig war. Die Vorgriller kamen scheinbar nicht auf die Idee den Grill nach Gebrauch zu reinigen. Ein Umschwenken auf die Alternative, die Pattys anzubraten, scheiterte an der Dauer um alle anzubraten, so würden wir wahrscheinlich noch nachts um eins die letzten Pattys anbraten. Daher wieder zurück zum Grill. Nachdem Tino ihn gefühlt 1 h sauber gemacht hatte, gab es nun ein weiteres Problem, ganz so einfach war es leider nicht den Grill anzubekommen, da der Grillanzünder defekt war. Gemeinsam haben es dann Tino und Alex K. hinbekommen diesen mittels Feuerzueg zu überlisten. Somit konnten wir unserer Pattys auf den Grill werfen, und damit stand dem Abendessen nun nichts mehr im Wege.
Den Rest des Tages ließen wir mit Back to the Future 1 & 2, die gerade im Fernsehen liefen ausklingen.
















































































































































