Heute hat es mit dem Aufstehen geklappt, das soll heißen keiner hat verschlafen. 😛 Nach dem wir uns mit dem Frühstück gestärkt haben (mal wieder typisch kanadisch und seeeehr gesund :-P). Packten wir unsere Sachen für die heutige Tour und füllten wie jeden früh unsere Wasservorräte auf. Als wir gegen 08:30 Uhr alle im Auto saßen ging es los zum Mt. Edith Cavell, welchen wir von Jasper aus schon sehen konnten.
An diesem angekommen, schnürten wir die Wanderschuhe an und los ging es. Bereits nach wenigen Metern erreichten wir einen Aussichtspunkt, von welchem wir direkt auf den Gletscher und den Gletschersee auf dem einige Eisschollen schwammen sehen konnten. Wie wir auch schon den Schildern entnehmen konnten schrumpfte der Gletscher sehr stark, dies konnten wir sogar teilweise mit eigenen Augen sehen oder hören, denn es stürzten immer wieder Teile des Gletschers in den See.
Den Mount Edith Cavell selbst konnte man nur mit Kletterausrüstung besteigen, also entschieden wir, dieses lieber nicht zu tun. Zum Glück konnte man aber dafür den Nachbarberg besteigen. Der Weg nach oben verlief zuerst über viel Gestein und anschließend durch einen Waldabschnitt. Darauf folgte eine Wiese, welche es fast senkrecht nach oben ging. Als wir den letzten Aussichtspunkt erreichten, welcher eigentlich unser Ziel sein sollte, ging der Weg doch noch weiter. Mit der Lust einen Gipfel zu besteigen, ging es weiter nach oben. Hier liefen wir nun über Steine und Geröll. Das letzte Stück zum Gipfel hatte es in sich, gefühlt ging es hier fast senkrecht nach oben. Unterwegs haben wir mehrere Feldhamster und auch wieder unsere Streifenhörnchen, die es offenbar auf Touristen abgesehen haben entdeckt. Die Streifenhörnchen haben uns sogar verfolgt, sodass wir uns vor ihnen verstecken mussten.
Zum Glück hat uns das Murmeltier beschützt. ;-P
Der lange und steile Aufstieg zum Gipfel hatte sich aber gelohnt. Natürlich war auch ein bisschen Wehmut dabei, denn ohne den Rauch von den Waldbränden wäre die Sicht bei unserem Wetter heute noch tausendmal besser gewesen. Doch auch so war die Aussicht auf die umliegenden Berge und die Täler mit den Flüssen atemberaubend. Durch den Nebel konnten wir die Berge in weiterer Entfernung leider nur erahnen. Aber der Blick auf den Mount Edith Cavell und die Seen bzw. die Hochebene waren dafür umso besser. Der Aufstieg hatte sich dennoch gelohnt. Unterwegs und auf dem Gipfel trafen wir eine junge Frau aus den Nordwest-Territorien, welche im T-Shirt unterwegs war und noch sagte, dass ihr zu warm ist. Wir hingegen hatten T-Shirt, Pulli und Jacke an und fragen uns was mit uns oder ihr nicht stimmt.
Auf dem Gipfel konnte auch Alex K. seine Sportlichkeit unter Beweis stellen und setzte direkt über einer Felsspalte zu Blanks an (die Felsspalte war 60 cm tief ). Auch war es schön mitten im Sommer ein paar Schneebälle zu formen. Wer kann schon von sich selber sagen, im Sommer einen Schneeball geworfen zu haben?!
Der Abstieg ging seltsamerweise erheblich schneller als der Aufstieg, warum nur?
Auf dem Weg nach unten trafen wir unter anderem zwei Deutsche und ein Paar mit Kind aus Kanada (Toronto). Das Paar berichtete uns schreckliches aus Banff, welches unser morgiges Ziel ist. Wir haben hier (leider) Bilder sehen dürfen, auf welchem vor Rauch die Hand vor Augen nicht zu erkennen war und die Autos mit einer dünnen Staubschicht bedeckt war. Wir hoffen jetzt einfach das Beste für morgen, gerade da das Hotel schon bezahlt war und sich beim Buchen super angehört hat. Und zweitens – wir dieses auch nicht stornieren können.
Wieder zurück am Parkplatz oder besser am Alarm beschallten Parkplatz, denn irgendwie ging hier ständig eine Auto-Alarmanlage nach der anderen an. Leider waren die Leute auch nicht in der Lage den Alarm ihres eignen Autos abzuschalten. Nun machten wir uns auf den Weg weiter zu den Athabasca-Falls.
Die Athabasca-Falls – die 23 m in die tiefe Stürzen – sind wie der Name schon sagt Wasserfälle, welche unserer Meinung nach total überlaufen sind. Gefühlt sind hier hunderte von Touristen unterwegs. Sie liegen am Start des Icefields-Parkways – der Morgen bei uns auf dem Programm steht, auf unserem Weg nach Canmore. Da es hier aber schon sehr voll war, wer weiß was uns morgen erst erwarten wird…und wie wird wohl erst der Himmel aussehen…
Der Ausblick am Grund auf den weiterführenden Athabasca-River mit den Bergen im Hintergrund hat sich gelohnt. Auch konnten wir hier wieder unsere Sportlichkeit unter Beweis stellen – durch Balance-Übungen auf den Steinen.
Auf unserem Rückweg nach Jasper machten wir noch einen kurzen Halt an einem Parkplatz – an dem kein Auto stand. Hier ließ es sich aushalten. Leider haben wir hier keinen Bären gesehen, sondern nur winkende Wassersportler auf einer Rafting-Tour. Fragt sich nur, ob sie oder wir die Attraktion waren…
Zurück in Jasper machte sich Alex K. auf den Weg zu einer Joggingeinheit. Den Bereich, in den er beim letzten Mal einen Bär gesehen hatte, wurde für die Menschen gesperrt. Also immer noch kein Bär-Foto. Wir hoffen, dass wir nochmal die Chance bekommen aus der Ferne einen zu entdecken…
Nach einem kurzen Abstecher in die Stadt und die letzten Einkäufe für das Abendessen – kling auch unser letzter Abend im Celtic Heaven aus. Wir freuen uns schon richtig auf morgen – in Canmore haben wir wenigstens wieder eine richtige Küche – dann heißt es Ade Mikrowellenessen.
Ein Blick in das Gästebuch unserer Unterkunft (die unverständlich mit 8,5 bewertet wurde) führte für Verwunderung. Es haben sich doch tatsächlich Gäste für die tolle Küchenausstattung bedankt. Also unter einer Küche verstehen wir (Deutschen) dann doch etwas mehr als eine Mikrowelle, ein Wasserkocher und einen Toaster. Ach und nicht zu vergessen eine Kaffeemaschine. Wir hoffen die nächsten Gäste nehmen in ihrem Kaffee keinen Wiener-Geschmack war – unserer Art Wiener zu kochen. 😉
Am Ende des Abends wurden noch die letzten Sachen gepackt, bis es hieß endlich hieß: Licht aus und Gute Nacht in unserer Gummibären-Höhle.













