Es sollte heute eigentlich um 07:45 Uhr Führstück geben, da aber wie immer keiner früher aufgestanden ist, um den Tisch zu decken, waren wir wieder einmal später dran. Wie immer gab es Muffins, Brötchen und Marmelade. Zusätzlich gab es heute, auch wenn nicht Sonntag ist, noch Rührei.
Bevor wir auf unsere Tour heute starten konnten, mussten wir erst einmal tanken. Nachdem wir die Richtige Tankstelle gefunden haben, ging es ans Tanken. Eigentlich muss hier immer erst gezahlt werden und dann kann erst getankt werden, aber da wir noch einen Gutschein hatten, ging es wie bei uns, tanken und dann zahlen.
Der nächste Stopp war nun Lake Louise. Bereits bei der Touristeninformation war eine Anzeige zu erkennen, dass nur begrenzt Parkplätze zur Verfügung stehen. Dennoch wollten wir unser Glück probieren. Bei der Fahrt auf den Parkplatz, sahen wir schon, dass dies einer der beliebtesten Touristenziele ist. Der untere Parkplatz war schon komplett belegt, auf dem oberen Parkplatz waren aber noch circa 15-20 Parkplätze frei.
Nun bahnten wir uns durch die Touristenmenge den Weg zum See. Hier war es wirklich verdammt voll, gefühlt waren hier 5 Touristen pro m² unterwegs und dies trotz des schlechten Wetters. Ständig mussten wir aufpassen nicht in irgendwelche Bilder reinzulaufen.
Wie an den meisten Seen konnte man sich natürlich auch hier ein Kanu ausleihen. Der Preis war natürlich für die Top-Attraktion in Kanada richtig deftig mit 65 CAD pro Stunde (2 Personen). Und es gab sogar einen Sparpreis von 55 CAP für eine halbe Stunde. Im Vergleich nochmal dazu, am Maligne Lake kostete 1 h 45 CAD für ein Ruderboot (4 Personen), nur wollten diese zu viele Daten haben.
Nachdem wir auch die obligatorischen Bilder vom Lake Louise gemacht hatten, ging es schnell wieder zurück zum Auto. Jetzt war der Parkplatz schon fast komplett gefüllt, nur gut dass wir nicht 30 min später dran waren.
Jetzt ging es aber endlich zum Moraine Lake, der viel schöner ist. Hier gab es aber schon ein Parkplatz Problem. Zum Glück haben wir an der Seite noch einen gefunden. Bereits von weitem konnten wir den atemberaubenden See erkennen. Um einen noch besseren Blick (oder ein besseres Fotomotiv) zu erhaschen, ging es hinauf zur Aussichtplattform. Natürlich nahmen wir nicht den richten Weg, denn diesen kannten wir noch nicht. Nein, wir kletterten über Baumstämme und Felsen dort hoch. Auf dem doch sehr steilen Weg nach oben kam auf einmal das Kommando „Hoch“ und Alex S. hat sich voll den Kopf an einem Felsen gestoßen. Endlich auf den Aussichtspunkt angekommen, stellen wir vier deutschen Trottel fest, dass es auch einen Weg für hoch und runter gibt, welcher mit Treppen und ausgebauten Wegen ist.
Wir machten oben noch ein paar Fotos, die zwar auch traumhaft aussehen, aber leider fing es dann ein wenig an zu regnen und der Wind machte eine Spiegelung der Berge unmöglich. Leider konnten wir durch die Wolken auch nicht die Gipfel der Berge erkennen. Aber wir können ja auch nicht alles haben….
Nach der Fotosession, gefühlt über 50 Bilder (eins sollte davon schon gut geworden sein 😉 ) begaben wir uns dann, diesmal aber über den Weg, wieder nach unten zum Auto. Da wir hier ganz am Anfang geparkt hatten, sperrten Tino und Anja die Straße ab, damit wir rückwärts die Einbahnstraße rausfahren konnten, zum Drehen. Denn erst die „vorgeschriebene“ Runde über den Parkplatz hätte uns sicher mindestens 30 min gekostet, da hier die Autos schon im Stau standen um auf den nächsten frei werdenden Parkplatz zu warten. Es suchten mind. 15 Autos Parkplätze und auf den Weg nach unten kamen uns weitere ca. 20 Autos entgegen.
Auf dem Weg nach Banff, welches unser nächstes Ziel war, machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp an einem unbekannten See direkt am Highway. Hier konnten wir auch endlich mal auf eine Toilette, ohne 1000 Touristen zu haben. Heute hat es sich hier auch gelohnt die Kamera rauszupacken. Den bei unserer Reise von Jasper nach Canmore war noch alles voller Rauch, sodass wir keinen einzigen Berg erkennen konnten. Nun aber haben wir das Panorama mit der Kamera einfangen und auch genießen können.
In Banff angekommen, bahnten wir uns mit dem Auto den Weg zum Sulphur Mountain. Und bahnen ist hierbei noch nicht ganz das richtige Wort. Banff ist die Touristen-Stadt schlechthin. Hier sollte man genau aufpassen, dass nicht einem kein Touri vor das Auto läuft oder ein Auto (wahrscheinlich Touri) falsch blinkt um dann doch wieder in eine andere Richtung zu fahren.
An der Seilbahnstation angekommen bietet sich uns wieder ein herrliches Panorama auf die Rocky Mountains. Vielleicht hätte sich von oben noch ein besserer Blick ergeben, aber für die Seilbahnfahrt sage und schreibe 40 CAD (ca. 28 €) zu berappen, wollten wir dann doch nicht. Im Vergleich dazu zahlten Anja und Alex K. in Österreich für eine Berg- und Talfahrt 15 € pro Person. Bis 20 € wäre vielleicht noch okay gewesen, aber alles darüber zählt schon als Touri-Nap. Dann doch lieber selbstständig auf einen Berg wandern und die Aussicht von dort genießen
Weiter ging es nun zu den Stromschnellen, den „Bow Falls“. Hier schien die Sonne und der Bow River erstrahlte in einem schönen Blau. Hier drehten wir eine kleine Runde zu Fuß und konnten das berühmte „The Faimont Banff Springs“ Hotel von der Ferne erblicken.
Die restliche Zeit verbrachten wir in der Innenstadt von Banff entlang der Touri-Meile.
Dabei hatten wir zuert ein Parkplatzproblem. Uns war nicht ganz klar, wie lange wir hier parken dürfen?

Wir hatten überlegt uns ein Eis zu gönnen, bei „Cows“, welches auch als bestes Eis in Kanada gilt, aber da wir im Hotel noch zwei große Packen Eis hatten und diese bis morgen Abend leer bekommen müssen, entschlossen wir uns dieses daheim zu genießen. Der Preis für eine Kugel lag bei über 4 CAD (ca. 2,80 €)
Der nächste Schritt auf unserer Tour führte uns zum Lake Minnawanka. Dieser ist (wie fast alle Seen hier) auch traumhaft schön, aber der Wind hatte es ganz schön in sich. Daher hielten wir uns hier nicht allzu lange auf.
Erst wurde uns bei der Rückfahrt die Vorfahrt genommen und dann schlich dieser Autofahrer umso mehr vor uns her. Daher machten wir noch spontan einen kleinen Stopp auf einer Aussichtsplattform auf Bankhead. Dies ist eine verlassene Stadt an einer Kohlemine, jedoch wurde irgendwann der Kohleabbau zu teuer und somit die Miene geschlossen. Die Häuser sind natürlich wie typisch hier – mit umgezogen.
Nachdem wir jetzt unseren „Raudie-Schleicher“ von vorhin genug Vorsprung gegeben hatten, ging es zurück ins Hotel zum Eis essen.
Anschließend drehte Alex K. noch eine Jogging-Runde und der Rest erholte sich und bereitete das Abendessen vor. Zum Abendessen waren Burger geplant. Jedoch gestaltete sich die Umsetzung des Planes als nicht ganz so einfach. Zunächst bemerkte Tino, dass der Grill sehr dreckig war. Die Vorgriller kamen scheinbar nicht auf die Idee den Grill nach Gebrauch zu reinigen. Ein Umschwenken auf die Alternative, die Pattys anzubraten, scheiterte an der Dauer um alle anzubraten, so würden wir wahrscheinlich noch nachts um eins die letzten Pattys anbraten. Daher wieder zurück zum Grill. Nachdem Tino ihn gefühlt 1 h sauber gemacht hatte, gab es nun ein weiteres Problem, ganz so einfach war es leider nicht den Grill anzubekommen, da der Grillanzünder defekt war. Gemeinsam haben es dann Tino und Alex K. hinbekommen diesen mittels Feuerzueg zu überlisten. Somit konnten wir unserer Pattys auf den Grill werfen, und damit stand dem Abendessen nun nichts mehr im Wege.
Den Rest des Tages ließen wir mit Back to the Future 1 & 2, die gerade im Fernsehen liefen ausklingen.


















