Vancouver 2. Tag

Der 2te Tag in Vancouver begann mit einem überschaubaren Frühstück für Tino und Alex K. Es gab ein vorportioniertes Omelette ‚Achtelchen‘ mit Kartoffeln und Zwiebeln. Da dies nicht ausreichend sein kann, wurde den Beiden großzügiger Weise noch zwei Scheiben Butterbrot (natürlich vorgeschmiert) zum Verzehr bereitgestellt. Wahrscheinlich wussten Anja und Alex S. um die Reichhaltigkeit dieses Frühstückes, so entschlossen Sie sich die Option mit den Cerealien zu nehmen (Tags zuvor musste man das den Besitzern mitteilen, da sie sonst das Essen nicht haben). Beide waren schon voller Vorfreude, da Sie das spärliche Gericht von Tino und Alex K. sahen. Doch sie wurden enttäuscht! Das so gesunde Cerealien Frühstück, war aufgrund seiner Portionsgröße gesund: Eine Kaffeetasse voll mit Cornflakes, 3 sauber verteilte Bananenscheiben – genau 3mm dick, die Milch war auch schon drin. Willkommen bei den Weightwatchers oder man könnte eher sagen, hier hat doch jemand sehr gespart.
Gestärkt von dem Frühstück, wollten wir sofort los. Der Grouse Mountain musste heute bestiegen werden. Schließlich hat man uns in der Touri-Info den Berg als 1h Workout-Wandern empfohlen. Leider war zu diesem Zeitpunkt das Klo verstopft… Nur so es war nicht unsere Schuld. Als die Leute im Zimmer über unseren Zimmern die Klospülung betätigten kam die Scheiße aus der Badewanne bei Anja und Alex K.‘s Zimmer (Es gibt auch Bilder davon, aber diese werden nicht veröffentlich). Alex K. tat sein bestes um die Scheiße wieder in die geordneten Bahnen zu lenken. Doch am Ende stellten alle fest nein das Problem können und wollen sie nicht lösen. So ging es zum Besitzer, der hocherfreut das Bad auseinander nahm. Wir (also Anja, Tino, Alex S. und Alex K.) gingen dann mal lieber…
Die Richtung war ja klar Grouse Mountain, zuerst hieß es Busstation suchen um zur Station Waterfront zu kommen. Die fanden wir relativ schnell, da wir ja gestern in der Nähe in den Hop-ON Hop-OFF Bus eingestiegen sind. In den Bus eingestiegen bestaunten wir die Stadt und unterhielten uns so sehr, dass wir ganz und gar unsere Station verpassten. Als wir nach kurzer Zeit (eine Station vor der Endhaltestelle) vom Busfahrer gefragt wurden wo wir eigentlich hin möchten, bemerkten wir unseren Fauxpas. Da die Gegend nicht gerade gut für Touristen war, sagte der Busfahrer wir sollten lieber warten und mit Ihm wieder Retour fahren. An der Endhaltestelle hatten wir Glück, dass noch der Vorgängerbus da stand, so konnten wir diesen nehmen und mussten die Busfahrerpause nicht noch extra ausharren. Um die Station nicht zu verpassen instruierte der Busfahrer noch seinen Kollegen. Diesmal verpennten wir die Station nicht. Schnellen Schrittes ging es nun zum Seabus (eine Schnellfähre über den Meeresarm der Vancouver Downtown von North-Vancouver trennt). Nach kurzer Fahrt ging es in den nächsten Bus Richtung Grouse Mountain.
Der Transfer dorthin dauerte gefühlt eine halbe Ewigkeit, der Bus wurde zugleich immer voller. Alex S., Tino und Alex K. hatten während der Fahrt sich gleich mit einem Pärchen aus Florida, Gesprächsthema war das Wetter, die Herkunft und deutsches Bier / das Oktoberfest.
Am Grouse Mountain angekommen stellte Tino fest, dass der Anstieg nicht ganz so einfach werden könnte mit seinen 914m Höhendifferenz. Hmm, irgendetwas hatte uns die Dame an der Touri-Info vorenthalten. Was soll`s, los geht’s! Doch Moment, wo ist hier der Weg?
Wir fanden einen Weg, der führte uns direkt zu einem Wolf auch nicht schlecht. Nach einem kurzen Fotostopp, stellten wir fest der Weg ist etwas falsch, hier war also Wolfs Revier aber mehr nicht. Nach kurzer Suche und einer Toilettenpause, haben wir den Weg gefunden. Frohen Mutes gingen wir, mit gefühlt 1000 Anderen los. Bald darauf stellten wir fest, dass die Kanadier Wandern irgendwie anders verstehen. Sie schnauften, schwitzen und drängelten uns den Berg hinauf. Während Alex K. lustig vorne losging, Tino daneben den Weg im Auge behielt. Gingen Anja und Alex S. etwas gespannt dicht hinter her. Im Laufe des Anstieges verschob sich etwas das Bild, wobei Alex S. mit immer finsterer Miene und den Willen Alex K. etwas anzutun, den Berg hochstampfte. Alex K. versuchte mit den Sprüchen, wie „ach das ist nicht mehr weit“ und „das Schlimmste haben wir hinter uns“ den Anderen Mut zu machen. Tino dagegen blieb realistisch und gab GPS genau die noch zu machenden und die schon gegangenen Höhenmeter an.
Ein Beispiel:
Alex K.: Schaut mal, nur noch die Hälfte der Strecke. Wir sind schon bei 18 von 40 Wegpunkten. Tino: Das war bis jetzt nur der leichte Teil und die 18 von 40 bezieht sich auf diese Sektion. Daraufhin Anja: Hmmm Alex S.: Aha.
Am Ende gelang es uns geschlossen und verschwitzt (alle waren verschwitzt) am Gipfel anzukommen nach 1:30 h. Die Laune wurde bei jedem Schlagartig besser. Unser Gipfelsturm wurde mit einer schönen Aussicht und zwei niedlichen Grizzly Bären belohnt. Davon gibt es übrigens Fotos. Nach längeren Aufenthalt auf den Gipfel, verständlich bei der Bärenaussicht, wurde uns so langsam kalt. Es folgte die Abfahrt per Gondel.
Nun ging es mit dem Bus und Sea Bus zurück nach Vancouver City. Der Anstieg hatte schon sehr an uns gezerrt, sodass wir alle Müde waren. Der eine etwas mehr, als der andere. Die weitere Bussuche nach Hause gestaltete sich etwas schwierig. Es hängen hier zwar jede Menge Stadtpläne in der Innenstadt herum, aber in keinem sind auch nur annähernd Bushaltestellen oder Linien eingezeichnet. An der Station gab es zwar einen Linienplan, aber in diesem waren wiederum keine Bushaltestellen eingezeichnet – daher konnte man auch nicht genau sicher sein, ob der Bus in dieser Straße auch wirklich hält. Daher entschlossen wir uns einfach mit dem Bus, mit dem wir gekommen sind wieder zurückzufahren.
Einen kurzen Zwischenstopp auf dem Weg zur Unterkunft haben wir noch in einem Supermarkt eingelegt, um uns mit süßen Leckereien einzudecken (für Flug und unser Frühstück).
Zurück in der Unterkunft, hieß es kurz frisch machen und dann auf zur Nudel Bar. Dort ließen es wir uns wieder schmecken. Den Rest des Abends ließen wir noch gemütlich ausklingen, bevor wir alle übermüdet ins Bett fielen…

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