Der Morgen begann bei Alex K. und Anja mit einem schreckhaften Erwachen – oh nein, total verschlafen. Somit haben wir eine Stunde des Tages verloren.
Nachdem Frühstück ging es nun endlich los, in den ca. 1oo km entfernten Mount Robson Provincial Park. Wie gestern sind wir direkt am Rande der Stadt auf eine kleine Herde Karibus gestoßen.
Das Gute an der Fahrt war, wir konnten die eine Stunde Zeitverlust nur durch überfahren der Grenze zu British Columbia wieder gut machen. Wobei das leider nur eine gedachte Stunde war, da wir sie bei der Rückfahrt wieder einbüßen müssen. Der Berg selbst war schon 20km vor dem Ziel zu erkennen, da dieser mit seiner weißen Krone hervorstach. Bei einer Höhe von 3954m ist das ja auch nicht verwunderlich. Je näher wir dem Ziel kamen, desto atemberaubender sah der Berg aus.
Bei der Ankunft war uns direkt klar, dass wir diesen Berg nicht an einem Tag schaffen. Also wählen wir den Weg um den Berg mit diversen sehenswerten Punkten (See, Wasserfälle ….). Unser selbst gestecktes Ziel waren 16 km hin und 16 zurück. Dabei wären es 600 m Höhenunterschied gewesen.
Der Weg führte uns zuerst am Fluss entlang durch einen Wald mit einer Art Mammutbäume. Nach den ersten 5 km kamen wir an den See. Dieser war auch wunderschön gelegen. Auf dem Weg am See entlang erspähten wir am Rand ein Schild ACHTUNG Steinlawinen Gefahr, hier war der Weg von einigen Wasser- und Felsabgängen zerstört wurden. Nichts destotrotz fanden wir einen Weg hindurch und halbrund um den See. Fast am Ende des Sees sahen wir eine schöne Stelle und setzten uns direkt an den See. Hier verharrten wir ca. 20 Minuten und genossen die Natur. Bei den Jungs kam natürlich der Spieltrieb durch und so sprangen ein paar flache Steine über den See.
Nach dieser Erholung führte uns der Weg weiter über einen Teil des Sees, welcher ausgetrocknet war. Hier ging es auch über nur halb befestigte Wege und kleine Brücken (welche je nur von einer Person überquert werden durften). Auf Grund der fortgeschrittenen Zeit und der Erschöpfung entschlossen wir uns sicherheitshalber kurz vor 14 Uhr (bzw. 13 Uhr Zeit in BC) sicherheitshalber die Rückkehr anzutreten. Es ist ja nicht allein nur der Rückweg zu Fuß zu bewältigen, wir müssen ja auch noch zurück nach Jasper.
Das positive an dem Tag war auf jeden Fall, so viele Eichhörnchen wie heute haben wir lange nicht mehr gesehen und der Blick war hier immer klar (kein Rauch).
Trotz der fortgeschrittenen Zeit haben wir uns auf dem Rückweg eine kleine Pause gegönnt, welche direkt für eine Kugelstoß -, Speerwurf -, Diskuswurfeinheit (mit Steinen) genutzt wurde.
Nachdem wir nach 22 km wieder den Parkplatz erreicht hatten, kam der erlösende Moment. Der Schuhwechsel, endlich raus aus den Wanderschuhen und in die bequemen Sport- oder Treckingschuhe.
Nach dieser Erleichterung ging es nun zurück nach Jasper – natürlich wie immer mit kleinen Foto-Zwischenstopps an schönen Seen und interessanten Punkten.
Wir sind heute auf eine Gesamtstrecke von 22,28 km gekommen bei einem Auf und Abstieg von ca. 640m.
Insgesamt ist uns aufgefallen, dass die meisten Touristen hier oben Übernachten. Des Weiteren ist Wandern hier gefühlt ein Wettrennen wer zuerst da ist, damit bleibt natürlich das genießen der Natur und entdecken von Tieren auf der Strecke
Als wir zurück in Jasper waren, wussten wir, wir haben heute alles richtig gemacht mit der Wahl Mount Robson Provincial Park. Den dort war die Sicht immer klar – hier in Jasper lag schon wieder der Rauch über der Stadt. Damit war die bei klarer Sicht wunderschöne Kulisse der umgebenden Berge war kaum noch zu erkennen. Hoffen wir mal, dass es die nächsten Tage besser wird und vor allem, dass sie die Waldbrände in den USA endlich löschen können.
Aber nicht nur wir schauten bedrückt auf den „Nebel“ der über der Stadt lag – das ging allen so.
Nachdem wir uns fürs Essen umgezogen und frisch gemacht hatten ging es nun in die „Innenstadt“ von Jasper. Zuerst hatte es uns ein Steakrestaurant angetan, in welchem es unter anderem Elch gab. Aber der Preis der Portionen in Relation zur Menge schreckte uns dann doch ab. Wir entschieden uns dann für eine Kanadische Kette EarL’s. Hier gab es für uns alle Bürger und alkoholfreie Cocktails. Zum Nachtisch gab es Schokoladen Brownie mit Schoko- und Karamellsauce sowie Vanilleeis im Karamell Becher. Die Kellner/innen in Kanada sind super nett und freundlich, auch aus dem Grund, dass sie aufs Trinkgeld angewiesen sind.
Das Bezahlen selbst bedeutete Rechnung + 17 % Trinkgeld.
Nachdem wir uns den Bauch vollgeschlagen haben und sich unser Zahnarzt nach dem Nachtisch schon auf unseren nächsten Besuch freut, traten wir den Rückweg in unsere „Gummibärenhöhle“ an. Da wir für den nächsten Tag wieder eine Tour geplant haben und die von heute es schon ganz schön in sich hatte, ging es gleich ab ins Bett. Leider blieb da keine Zeit zum Block schreiben.

















Guten Morgen,
also so kann ich nicht arbeiten.
Meine Damen verlangen einen täglich vorgetragenen Bericht 🙂 wie soll ich das machen, wenn ihr nichts schreibt.
Wer immer von euch schreibt, es ist erfrischend, informativ und leider schlägt auch etwas Wermut durch, dass wir wieder arbeiten und ihr genießt.
lg Moni
Hallo,
die letzten Tage sind ergänzt und wir haben bis auf vom 28.08.2015 auch schon Bilder rein. Der Rest ist dann morgen online.
LG
Tino