3) Tallinn – Helsinki

Bereits am frühen Morgen klingelte der Wecker. Es war Zeit aufzustehen – heute geht es auf unsere erste Fähre. Und das auch noch in der Rush-Hour. Hoffentlich ist unser Zeitpuffer wirklich groß genug? Nachdem wir das Auto gepackt hatten, hieß es Frühstücken. Zum Glück, denn die Laune ohne Frühstück hat man dem Einen oder Anderen deutlich angemerkt. Nach dem ausgiebigem Bauch vollschlagen verließen wir das Hotel und bahnten uns den Weg mitten durch die Rush-Hour. Doch, welche Rush-Hour?
Gestern sah es hier noch so aus……

Heute jedoch waren wir im Nu am Check-In der Fähre. Ganze 1h und 10 min früher bevor dieser gegen 10 Uhr öffnete. Immerhin, wir waren die Ersten! Wahrscheinlich dachte die freundliche Ordnerin „Typisch Deutsch“. Sie wies uns daraufhin, das heute – und zwar nur heute! – der Check-in woanders ist. Dies war zwar auch auf einem Schild vermerkt, aber leider nur auf der Landessprache und nicht auf Englisch. Daraufhin haben wir eine kleine Hafenrundfahrt mit dem Auto gemacht.

Nebenbei sei erwähnt, das Tino und Alex K. eine Rüge vom Hafenpersonal bekommen haben, da sie einfach zu Fuß auf dem Hafengelände unterwegs gewesen sind. Dies geschah völlig zurecht, denn die beiden haben nebenbei die Anderen im Auto eingeschlossen. Daraufhin haben sie natürlich eine zweite Rüge noch bekommen.

Da wir immer noch jede Menge Zeit übrig hatten – jetzt auch endlich wussten wo wir hinmüssen – sind wir nochmal Richtung Stadt gefahren um zu Tanken und Bier zu kaufen, da dieses hier wesentlich günstiger ist als in Finnland. Ersteres war problemlos möglich, letzteres stellte sich als problematisch heraus. Bier respektive Alkohol zu kaufen ist in Estland erst ab 10 Uhr morgens möglich. Für Micha ging die Laune – trotz Sonnenschein – nach unten.

Jetzt aber schnell wieder zurück zur Fähre, damit wir ja weit vorne stehen. Durchzählen (unser alltägliches Ritual) – 1, 2, 3, 4, 5, 6 – und los geht’s. In der Schlange standen wir direkt zwischen zwei deutschen Ehepaaren. Vor uns ein frischgebackenes Rentner-Ehepaar die jeweils mit dem Motorrad unterwegs waren, hinter uns ein Pärchen aus dem schönsten Bundesland Deutschlands. Da kann es ja nur eins geben – Thüringen natürlich. Die optimale Gelegenheit ein bisschen zu quatschen, wo hin denn die jeweiligen Reisen gehen und natürlich für ein GRUPPENFOTO:

…warten…warten…aussteigen und Fotos machen…

warten….endlich – in der Ferne ist unsere Fähre zu sehen…langsam fährt sie in den Hafen ein…Zeit für ein Foto….

warten…. die Klappe öffnet sich….die ersten Autos fahren heraus….

warten….warten…warten….warten…natürlich ist unsere Spur am letzten an der Reihe, war ja klar, trotz das wir fast die ersten waren…warten….warten…warten – jetzt, endlich ein Zeichen. Motor starten und langsam geht es hoch in unseren riesigen Dampfer. Aussteigen und schnell hoch, die besten Plätze am Deck sichern um tolle Fotos zu machen.

Doch, wer lesen kann ist klar im Vorteil. Wir haben es dann aber schnell gemerkt, da wir doch alle ein bisschen Ruß abbekommen haben. Hellere Sachen haben sich heute als eher unpraktisch herausgestellt….

Dann doch besser unter Deck, sich gemütlich ins Warme setzen und nebenbei die Zeit nutzen am Blog zu schreiben, einen Kaffee zu trinken, einzukaufen oder einfach nur zu entspannen. Nach einer knappen Stunde konnten wir Finnland am Horizont erspähen. Der Rückgang zum Auto wurde so lange wie möglich herausgezögert um noch ein paar schöne Fotos zu schießen.

Zurück im Auto hieß es zunächst Durchzählen – 1, 2, 3, 4, 5, 6 – wieder warten, warten, warten bis wir endlich die Fähre verlassen konnten. Welcome to Finland.
Die Fahrt zu unserem Ferienhaus hatte neben jeder Menge Blitzer auch eins zwei kleine Baustellenstaus bereitgehalten. Nach knapp 30 km hatten wir unsere Unterkunft erreicht. Unser sehr netter Vermieter begrüßte uns freundlich und zeigte uns das Haus, welches sehr schön eingerichtet ist, einen schönen Garten/Grillplatz hat und einfach großartig ist.

Es war eine super Wahl, bei der es fast Schade ist, dass wir hier nur zwei Nächte verweilen.

Der Bonus – wir haben auch Fahrräder zu unserer freien Verfügung. Diese wurden flottgemacht, Luft aufgepumpt und eine kleine Runde bei super sonnigem Wetter in den Nachbarort gedreht.

angenehm, da der Zustand der Fahrräder doch eher zu wünschen übrig lies…
Es wurde ein leckeres Abendessen gezaubert und jetzt heißt es wohl oder übel: „Mensch ärger dich nicht“.

3 Gedanken zu „3) Tallinn – Helsinki“

  1. Hallo Ihr Weltenbummler!
    Super geschrieben Euer Block.Vielen Dank Ihr Lieben, das wir jeden Tag bei Euch sein dürfen.Wir wünschen Euch weiterhin eine gute Fahrt und viele tolle Erlebnisse.Eine schöne Zeit und liebe Grüße an alle aus Schmiedefeld.

  2. Hallo, Vielen Dank für Euren Block,es bereitet uns sehr viel Freude wir wünschen euch allen weiterhin alles gute .Ganz liebe Grüße aus Breitenbach .

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