12) Fourth day in Tokle

Die höhere Karte entschied gestern, dass wir heute nach Geiranger fahren. Direkt nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg. Im Auto wurde natürlich wieder unser altbekanntes Ritual durchgeführt. Einmal durchzählen bitte – 1, 2, 3, 4, 5, 6 – und los geht’s. Von Tokle führt nur ein Weg mit Fähre unmittelbar nach Geiranger (um den Fjord herumfahren würde 100 km mehr und rund 1,5h längere Fahrzeit bedeuten). Doch diese Strecke führte uns erneut über die Trollstiege, heute jedoch bei schlechterem Wetter. Aber wo es einen Weg nach oben gibt, folgt auch meist einer nach unten.

Auf dem langen, kurvigem Stück deren Straßenzustand mehr schlecht als recht war, hellte sich bei einigen die Gesichtsfarbe ein wenig auf und ein flaues Gefühl im Magen machte sich allmählich breit. Höchste Zeit für eine Pause an der frischen Luft. Gerade zum richtigen Zeitpunkt erreichten wir die Gudbrandsjuvet Schlucht. Der Fluss Valldøla braust durch die 5 m breite und 20-25 m tiefe Schlucht hinunter.

Da der Umfang des Regens allmählich zunahm, traten wir eher schnell den Rückweg zu unserem Auto an. Nach ein paar Kilometern erreichten wir Linge pünktlich zu unserer fünften Fährüberfahrt nach Eisdal, glücklicherweise war auch noch ein Plätzchen für unseren Bus vorhanden.

Ein sehr schöner Wanderparkplatz erwartete uns ein paar Kilometer vor Geiranger. In Angesicht des schlechten Wetters und der gestrigen Tour die uns noch in den Beinen steckte, waren wir heute eher „amerikanisch“ unterwegs: Mit dem Auto von Parkplatz zu Aussichtspunkt, kurz raus um ein paar Fotos zu machen, die Aussicht genießen und weiter geht es. Vom Wanderparkplatz konnten wir einen Blick in den Geiranger-Fjord erhaschen und gelegentlich, wenn sich der Nebel verzog, sogar auf zwei Kreuzfahrtschiffe herabblicken.

Eine weitere Attraktion ist ein Skywalk, der ca. 3 km vom Parkplatz entfernt lag. Dieser Blick durfte natürlich neben einer Dusche unter dem Wasserfall nicht fehlen.

Der Ausblick von der Plattform war wunderschön und atemberaubend neblig grau.

Doch kurz bevor wir ins Auto eingestiegen sind, klarte es auf. Daher ging es schnurr stracks zurück zur Plattform um noch ein paar anständige Fotos mit Aussicht zu schießen.

Da wir alle sehr platt waren, beschlossen wir die Heimreise anzutreten. Den letzten Abend in unserem schönen Häuschen ließen wir mit Reste essen, Karten schreiben, Uno spielen, entspannen, ins Gästebuch einschreiben und Sachen packen ausklingen.

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