Heute früh hieß es aufstehen, alle Sachen zurechtstellen und los geht’s zur Gondel. Wir haben uns heute Morgen mal ein Frühstück auf der Revelstoke Lodge, welche wir mit der Gondel erreicht haben gegönnt. Somit können wir immerhin sagen, wir sind hier einmal Gondel gefahren. Auch hofften wir natürlich auf einen guten Ausblick.
Für 32 CAD (ohne Steuer) ging es mit der Gondel hinauf und hinab und das Frühstück war im Preis inbegriffen. Zur Erinnerung wir hätten in Banff 40 CAD (ohne Frühstück) für die Gondelfahrt bezahlen müssen.
Das Frühstücksbuffet war sehr gut und vor allem reichlich. Eine riesen Auswahl an Toast, Bagels, Rührei, frittierten Kartoffelwürfeln, Speck, Würstchen, Omelett (welches jedem mit den Zutaten, die man wollte frisch zubereitet wurde), Waffeln mit Schoko-/Karamellsoße, Müsli, Joghurt, jede Menge geschnittene Früchte (Erdbeeren, Ananas, Papaya, Melone – als Obstsalat oder auf einen Schokospieß), Croissants, Muffins und weiter diverse Süßspeisen. Sprich, wir konnten uns nicht beklagen, sondern für 32 CAD den Bauch richtig vollschlagen.
Leider war das Wetter heute Morgen nicht so gut wie gestern Abend. Über dem Tal hing Nebel, dadurch war der Blick auf das Tal leider nicht so fantastisch wie gehofft.
Zum Glück konnten wir mit der Gondel wieder nach unten fahren, sonst wären wir sicher den Berg hinunter gekullert, soviel wie wir jeweils gegessen hatten. Leider waren es bis zur Gondel 500m welches es Berg auf ging. Schon hier ist uns aufgefallen, dass wir alle zum Frühstück ganz schön zugelangt haben.
Zurück im Hotel verstauten wir unsere Sachen zuerst auf den Gepäckwagen und schlussendlich im Auto. Es kam uns so vor, als ob es mit jeder Abreise mehr Gepäck wird. Nach dem Auschecken ging es los nach Kelowna.
Die Strecke ging immer den Highway entlang. Zwischendurch gab es natürlich unsere altbewährten Fotostopps an schönen und interessanten Punkten. Zum Beispiel einen See mit tollen Spiegelungen (Häuser, Berge,…) sowie zahlreiche groß angekündigte Touri Naps. Die sahen schon so richtig nach zeit und Geld Verschwendung aus.
Ein weiteres Highlight der Route war die Umgebung der Okanangan-Region, welche sehr schön aussieht. Es gibt dort jede Menge Felder (Mais-/Korn) und viele Tiere (meist Kühe). Somit zeichnet sich dieser Bereich durch Agra und Viehzucht aus. Leider scheinen aber viele Menschen dort Ihr Hab und Gut verkaufen zu wollen, denn es gab sehr viele „For Sale“ Schilder. Richtig viele. Wer weiß was hier wirklich abgeht, verseuchtes Trinkwasser, Fracking,………. Hoffen wir, das wir es nicht am eigenen Leib erfahren müssen.
Bei Vernon, eine kleine Stadt ca. 50 km vor Kelowna haben wir einen kleinen Abstecher in den Silver Star Provincial Park gemacht. Dies ist ein Skigebiet mit sehr interessanten oder vielleicht sollten wir ehrlicherweise sagen eher verrückten Häusern. Wir sind sehr weit hoch auf den Berg gefahren und haben uns eine gute Aussicht erhofft. Aber hier war doch tatsächlich alles von Häusern zugebaut. Selbst auf dem Weg nach unten, konnten wir an keinem, Punkt auch nur annähernd ein tolles Foto von der Aussicht schießen, da immer entweder Wald, eine Stromleitung oder ein Haus im Weg waren.
Nach dem wir wieder auf unserem eigentlichen Highway waren, entschlossen wir uns nach ca. 20km einen anderen Weg einzuschlagen. Diese Route führte uns zuerst über einen kleinen Berg zu einer riesen Häuseranlage mit einem sehr großen Golfplatz. Diese Anlage war gut besucht und wir fanden ein Schild, welches und den Prunk und die kleine Stadt (hunderte neue Häuser) erklärte. Dies war im Sommer das zu Hause der Kanadischen Eishockey Spieler. Es ging nun weiter auf einer endlich mal kurvigen und engen Straße. Entlang dieser Straße stießen wir auf den Okanagan Lake, welcher uns nun bis kurz vor Kelowna begleiten sollte. Auf dieser Route gab es am Rand des Sees jede Menge Obstanbau gebiete. In einem dieser, sahen wir endlich auch mal Rehe. Auch wenn wir es nicht glauben konnten, es standen tatsächlich Rehe zwischen den Obstbäumen unweit der Straße. Diese sahen für uns leider auf den ersten Blick künstlich aus, da Sie sich aber dann doch bewegten, war für uns alles klar.
Der Ausblick und das Panorama auf dieser Straße waren einfach herrlich. Die ganze Umgebung wird nicht zu Unrecht als das Kalifornien Kanadas bezeichnet.
Irgendwann mussten wir aber wieder zurück auf den Highway und legten auf diesem die letzten Kilometer in Richtung Kelowna zurück. Bevor wir uns auf die Suche nach der Unterkunft begeben konnten, hielten wir noch an einem Walmarkt um für den heutigen Abend noch ein paar Kleinigkeiten einzukaufen.
Die Unterkunft „Wild Nature B & B“ erreichten wir sehr gut. Wir hatten schon mit einer Schotterstraße und irgendwo im nirgendwo gerechnet. Zwar sind wir wie erwartet außerhalb, aber es gibt hier auch noch etliche Nachbarn um uns herum.
Die Unterkunft hat eine super Aussicht. Wir sind hier auf ca. 1200m ü. NN und schauen schön auf den Okanagan Lake herunter. Die Gastgeber hier sind aus Deutschland und haben uns herzlich empfangen. Die Unterkunft für uns hat einen eigenen Eingang und besteht aus einem Wohnesszimmer, 2 Bädern und 2 Schlafzimmern. Also alles das was man so braucht. Der morgige Tag ist dank ein paar Tipps der Gastgeber auch schon geplant.
Nachdem die Zimmer verteilt wurden, die Sachen im Kühlschrank verstaut wurden, genießten wir die Aussicht bei der untergehenden Sonne. Nachdem es dann hier aber doch sehr schnell kühl wurde, verzogen wir uns lieber nach drinnen (außer Alex K. der noch eine Lauf-/Sporteinheit eingeschoben hatte).
Jetzt heißt es noch Abendessen machen und den Abend vielleicht mit einer Runde Kartenspielen ausklingen lassen.
Als Randbemerkung gibt es noch zu erwähnen, dass Alex S. sich nun schon seit 2 Tagen mit einem deftigen Schnupfen rumschlägt. Wahrscheinlich hat er ihn von Tino, der sich in Jasper mit dieser Erkältung rumschlagen musste (und den hat er sich im Flugzeug geholt). Mal sehen wie die beiden Anderen sich noch halten.
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Fahrt von Canmore nach Revelstoke
Nachdem Alex K. heute früh vom Joggen zurückkam, hieß es ein letztes Mal Frühstück machen. Leider waren wir wie immer nach unserem Plan spät dran. Planen müssen wir in jedem Fall noch üben, gerade beim Aufstehen und los kommen.
Die letzten Sachen wurden verstaut, die Schränke noch einmal kontrolliert und dann hieß es leider einige Minuten später als geplant Abschied nehmen vom Stone Ridge Mountain Resort in Canmore.
Nach dem Auschecken machten wir uns im leichten Regen auf die Reise ins Ungewisse. Für heute Abend haben wir noch keine Unterkunft. Wer weiß wohin uns der Weg tragen wird? Wird es wieder eine Gummibärenhöhle? Im schlimmsten Fall ein Motel? Oder, oder, oder …..
Aktuell hieß es jedoch volle Fahrt voraus Richtung Revelstoke. Je nachdem wie das Wetter wird, wir durchkommen und es uns dort gefällt oder auch nicht fahren wir weiter nach Mica Creek oder Kamloops. Die Entscheidung wo es hin geht und ob es eine Unterkunft geben wird beziehungsweise welche, treffen wir in Revelstoke.
Unterwegs gab es natürlich immer wieder kleine Fotostopps an bestimmten Aussichtspunkten.
An unserem ersten Aussichtspunkt, ging es auf Toilette. Hier fanden wir am Fluss, in welchem wir unsere Hände waschen wollten, eine Fußspur, welche entweder von einem Wolf oder einem Lux war.
Als nächstes passierten wir den Rogers Pass, der im Glacier National Park lag. Hier gab es viele Schneebedeckte Berge zu bestaunen.
Einen kurzen Zwischenstopp gab es in der Touri-Information, die sogar ein kleines Museum beinhaltete. Hier konnten wir sogar als National-Park-Pass-Inhaber kostenlos rein. Gesagt, getan – ein kleiner Blick konnte ja nicht schaden. Zu bestaunen gab es einige Modelle aus der Eisenbahnzeit, noch dazu konnten wir hier endlich einen Bären und sogar einen Cougar entdecken.
Jedoch leider nur in ausgestopfter Form. Vor dem Gebäude waren zwei Haubitzen ausgestellt. Mit diesen schießen die Kanadier den Schnee ab. Leider konnten wir keines der beiden Geschütze mitnehmen .
Weiter ging es Richtung Revelstoke, wenige Kilometer vor der Stadt gab es unseren ersten Stau in Kanada, welchen wir uns gerne erspart hätten. Denn es ging Minuten lang keinen Meter vorwärts. Keine Ahnung wie lange wir hier standen, gefühlt eine halbe Ewigkeit. Das hieß auch mit der Fortgeschrittenen Zeit, allzu viel weiter als nach Revelstoke werden wir wohl nicht fahren. Als es endlich weiter ging (ein Auffahrunfall und etwas weiter hinten ein defektes Auto) durchquerten wir noch die letzten Kilometer nach Revelstoke.
Auf den ersten Blick sah Revelstoke nicht so einladend aus. Ein kurzer Halt an der Touri-Info und wir konnten uns über die Übernachtungsmöglichkeiten informieren.
Letztendlich haben wir hier sogar noch eins gefunden und gleich hier zugeschlagen und gebucht. Die Buchung selbst konnten wir am Telefon der Touri-Info mit Hilfe der Mitarbeiterin der Touri-Info machen. Das Hotel war ca. 60 CAD günstiger als über Booking.com.
Da wir das Zimmer jedoch erst gegen 16 Uhr beziehen konnten und wir somit noch über eine Stunde Zeit hatten, hieß es wir haben noch genug Zeit zum Tanken und um eine Kleinigkeit zu Essen. So schafften wir es uns noch ein bisschen umzuschauen.
Nach einem kurzen Abstecher zum Flughafen ging es zum Hotel. Dies sah schon sehr edel aus. Nach dem Einchecken hieß es das Zimmer beziehen. Das Zimmer war sehr schön, nur gab es hier zwei kleine Betten. Zwei kleine Betten für vier Personen? Noch dazu, dass sie uns am Empfang gesagt hatte, es gibt ein Kingsize Bett und einmal ein Two-Bedroom Zimmer. Irgendetwas war hier faul?
Es gab noch eine Tür, die war aber abgeschlossen. Also riefen wir am Empfang an. Es wird jemand geschickt, der uns den Raum aufsperrt. Da wir nicht 100%ig sicher sein konnten, ob wir wirklich in diesem Zimmer blieben, ließen wir erstmal alle Sachen an Ort und Stelle. Die Sachen in den Kühlschrank und die Zimmer einräumen können wir später immer noch. Also konnten wir nur eins tun. Uns hinsetzen und warten. Irgendwie hat sich nach 15 Minuten immer noch nichts getan. Daher riefen wir noch einmal an. Wieder hieß es warten und warten und warten. Da sich nach 30 Minuten immer noch nichts getan hatte, beschlossen Alex K. und Tino runter zu gehen und selbst nachzufragen.
Wer sage es, jetzt hat es geklappt. Obwohl der Concierge noch vor den beiden losgegangen ist, waren die beiden trotzdem noch früher wieder im Zimmer. Nach sage und schreibe 45 Minuten wurde die Tür endlich geöffnet.
Jetzt konnten auch endlich die Sachen im Kühlschrank verstaut und die Koffer in die Zimmer gerollt werden.
Wir hatten hier zwar wieder eine voll ausgestattete Küche, aber da wir heute Morgen nicht wussten was uns erwartet, haben wir beschlossen für den einen Abend einfach Essen zu gehen. So haben wir am wenigsten Stress. Bevor es zum Essen ging erkundeten wir noch ein wenig die Umgebung.
Sicher ist hier im Winter jede Menge los, da dass hier ein absolutes Skigebiet ist, wo es jede Menge Gondeln und Pisten gibt.
Zu Abend haben wir im Rockford gegessen. Das Essen war gut, nur das Restaurant ein bisschen kalt von der Temperatur. Es gab lediglich eine Karte mit alkoholischen Getränken. Auf Nachfrage gab es zwar auch antialkoholische Getränke, aber diese sind nirgends vermerkt.
Den restlichen Abend ließen wir im Pool und der Hot Tube ausklingen. Eine kleine Partie Rommé auf dem Zimmer durfte natürlich auch nicht fehlen, bevor es hieß Schlafenszeit.





















































