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Fahrt von Kelowna nach Vancouver

Heute geht es nun zur letzten Station nach Vancouver, dafür hieß es aber erst einmal aufstehen. Das heißt auch es gibt heute das Letzte mal bis Ende der Woche deutsches Frühstück. Wir haben uns natürlich richtig satt gegessen, denn wer weiß schon was nun kommt.
Wie es sich gehört, haben wir uns von unseren deutschen Gastgebern verabschiedet und dabei noch ein bisschen unterhalten. Sie erzählten uns zum Beispiel, dass es hier jedes Jahr sehr viel schneit, auch wenn es nur Pulverschnee ist. Des Weiteren werden die Straßen hier sogar bis in den letzten Winkel wegen den Schulbussen geräumt. Diejenigen die außerhalb der Städte wohnen haben meisten Allrad Autos, mit denen sie durch den Schnee bis zu 50 cm problemlos durchkommen.
Wir nutzten die Gelegenheit und stellten auch noch ein paar Fragen. Als erstes, was es mit den vielen „For Sale“ Schildern auf sich hat? Die Antwort war leicht, es ist in Kanada normal, dass häufig umgezogen wird und damit immer viele Häuser zum Verkauf stehen. Eine weitere Frage kam uns schon ein paar Tage vorher in den Sinn. Hier in Britisch Columbia haben die meisten Autos zwei Nummernschilder, in Alberta gab es meist nur eins hinten. Die deutschen erklärten uns, dass es zwei Schilder von der Versicherung gibt und damit hier in BC meist vorne und hinten welche dran sind.
Nach dem Abschied ging es los Richtung Vancouver. Erste Station war vorerst aber noch die Tankstelle, hier tankten wir voll und nichts wie ab auf den Freeway.
Vorher ging es noch über den Okanagan Lake (Kelowna hat die einzige Brücke über den bestimmt 30 km langen See). Für alle, die sich fragen was ein Freeway ist, das ist eigentlich das Gleiche wie ein Highway. Nur darf man hier 120 km/h statt 110 km/h fahren und es gibt weder Tankstellen noch Aussichts- oder Rastplätze, dies sind reine Transitstrecken. Das witzige in Kanada ist, dass immer nach den Tankstellen erst der Hinweis kommt, dass auf den nächsten xxx km keine Tankmöglichkeit mehr kommt.
Auf der Fahrt selbst begegneten uns natürlich wie immer viele „Fallen“ für Touristen. Einmal sind leider auch wir reingefallen. Denn LakeFalls klang für uns interessant, am Ende war es eine sehr enge Straße mit „NIX“ am Ende. Den einzigen weiteren Ausflug vom Freeway machten wir in Hope, wo der erste RAMBO Film gedreht wurde. Hier sind wir ca. 30km parallel zum Freeway gefahren, bevor es wieder auf diesen ging. Auf dem kleinen Ausflug sind wir immer mit Blick auf den parallel laufenden Fraser River gefahren. Sehr lange haben wir nach einer Zufahrt oder einem tollen Blick auf den Fluss gesucht. Nach langem Suchen und auch ein paar Metern zu Fuß und über Steinen kamen wir auch ans Wasser. Hier konnten wir ein paar Minuten entspannen und den Blick über die Berge schweifen lassen, bis es wieder zurück ins Auto ging. Dieser Fluss wird uns nun bis Vancouver begleiten.
Vancouver selbst machte mit vielen „Vororten/Vorstädten“ auf sich aufmerksam. Wir kamen nun näher und näher an Vancouver und die Straße wurde stetig voller. Nach der Ankündigung, dass die Straße nun Maut kosten soll, haben wir diese verlassen und es ging weiter durch Vancouver. Nach ca. 20 km durch die Stadt kamen wir an der Unterkunft an. Unser erster Gedanke von außen war, wo sind wir hier gelandet. Leider ging es innen so weiter, das bedeutete seltsamer Geruch im Haus, kleine runtergekommene Zimmer und das Bad / WC naja… Somit breitete sich bei uns recht schnell eine Depressive Stimmung aus. Und wir beschlossen nur schnell die Sachen ins Zimmer zu bringen und dann zum sehr nah gelegenen Ozean zu laufen. Als kleinen Trost, dass wir nichts gegen die Unterkunft machen konnten, gingen wir auf die Suche nach etwas zu Essen. Nach verschiedenen vergleichen entschieden wir und für Pasta, welche SEHR GUT war. Wir konnten uns hier Pasta wie wir wollten zusammenstellen und diese war sehr lecker und vor allem günstig.
Alles in Allem, werden wir uns mit der Unterkunft für die nächsten 4 Nächte arrangieren müssen.
🙁

Kelowna

Nach dem Aufstehen, wurde uns von den Gastgebern hier das erste mal ein “deutsches” Frühstück gezaubert. Zum ersten Mal gab es Salami (also Wurst) zum Frühstück. Wie immer gab es auch Marmelade, Jogurt (hier sogar Actimel), Butter, Honig, … .
Unser erstes Ziel des Tages war der Knox Mountain, von welchem aus man einen wunderbaren Überblick über ganz Kelowna hatte. Das Wetter dazu, hat heute auch super gepasst. Strahlender Sonnenschein, kaum eine einzige Wolke am Himmel.
Bevor wir jedoch diesen fantastischen Ausblick genießen konnten, mussten wir erst einmal die 400 Höhenmeter überwinden. Der Weg an sich war gut ausbaut und auch fast überall sauber ausgeschildert. Aber auch Schilder, mit der Aufschrift nicht betreten halfen bei vielen der Touristen nicht, diese haben trotzdem den Weg verlassen und sich Abkürzungen gesucht. Man kann hier sagen, die deutschen sind da bei weitem nicht die schlimmsten. Getrieben vom menschlichen Bedürfnis nach einer Toilette, erreichen wir schließlich, wenn auch über Umwege den Gipfel des Berges. Hier angekommen bemerkten wir, das um uns herum alle Personen auf einmal Deutsch sprachen. Dies war in KANADA doch sehr befremdlich.
Nach der wohl tuenden Erleichterung ging es nun zurück zum Auto am Fuß des Berges. Auf dem Weg nach unten erspähten wir noch ein paar Rehe mit Ihren kleinen. Leider haben wir nicht das Glück gehabt hier einen Bären zu sehen.
Am Auto angekommen, ging es in die Innenstadt (wenn man 15 Läden so nennen kann), hier suchten wir uns erst einmal einen Parkplatz für 1,75 Stunden, was, wie sich herausstellen sollte mehr als ausreichend war, denn viel mehr als Fress-Buden gab es hier nicht. Der kurze Abstecher zum Hafen war letztendlich das Einzige was sich wirklich in der Innenstadt gelohnt hat.
Auf dem Rückweg machten wir noch kurz Halt in einem Walmarkt um uns mit Steaks und Co für den Grillabend zu rüsten. Wir erspähten zwar auch einen Costo (dort gibt es die super-leckeren Muffins die wir in Edmonton zum Frühstück bekommen hatten), aber dies war leider ein Großmarkt. Und da wir keine Mitglieder waren, hieß es also keine super-leckeren Schokomuffins. Aber da es hier genug andere süße Dinge, wussten wir uns auch hier zu helfen.
Back im Wildnature ruhten wir uns erst ein wenig aus, Alex K. drehte noch eine kleine Joggingrunde bis es Zeit war zum Grillen (Rindfleisch-Steaks, Spieße und Kartoffeln).
Nachdem wir das ganze Fleisch vertilgt hatten, war es höchste Zeit schnell noch alles aufzuräumen und dann ab ins Bett, denn am nächsten Tag steht uns die lange Fahrt nach Vancouver bevor.

Fahrt von Revelstoke nach Kelowna

Heute früh hieß es aufstehen, alle Sachen zurechtstellen und los geht’s zur Gondel. Wir haben uns heute Morgen mal ein Frühstück auf der Revelstoke Lodge, welche wir mit der Gondel erreicht haben gegönnt. Somit können wir immerhin sagen, wir sind hier einmal Gondel gefahren. Auch hofften wir natürlich auf einen guten Ausblick.
Für 32 CAD (ohne Steuer) ging es mit der Gondel hinauf und hinab und das Frühstück war im Preis inbegriffen. Zur Erinnerung wir hätten in Banff 40 CAD (ohne Frühstück) für die Gondelfahrt bezahlen müssen.
Das Frühstücksbuffet war sehr gut und vor allem reichlich. Eine riesen Auswahl an Toast, Bagels, Rührei, frittierten Kartoffelwürfeln, Speck, Würstchen, Omelett (welches jedem mit den Zutaten, die man wollte frisch zubereitet wurde), Waffeln mit Schoko-/Karamellsoße, Müsli, Joghurt, jede Menge geschnittene Früchte (Erdbeeren, Ananas, Papaya, Melone – als Obstsalat oder auf einen Schokospieß), Croissants, Muffins und weiter diverse Süßspeisen. Sprich, wir konnten uns nicht beklagen, sondern für 32 CAD den Bauch richtig vollschlagen.
Leider war das Wetter heute Morgen nicht so gut wie gestern Abend. Über dem Tal hing Nebel, dadurch war der Blick auf das Tal leider nicht so fantastisch wie gehofft.
Zum Glück konnten wir mit der Gondel wieder nach unten fahren, sonst wären wir sicher den Berg hinunter gekullert, soviel wie wir jeweils gegessen hatten. Leider waren es bis zur Gondel 500m welches es Berg auf ging. Schon hier ist uns aufgefallen, dass wir alle zum Frühstück ganz schön zugelangt haben.
Zurück im Hotel verstauten wir unsere Sachen zuerst auf den Gepäckwagen und schlussendlich im Auto. Es kam uns so vor, als ob es mit jeder Abreise mehr Gepäck wird. Nach dem Auschecken ging es los nach Kelowna.
Die Strecke ging immer den Highway entlang. Zwischendurch gab es natürlich unsere altbewährten Fotostopps an schönen und interessanten Punkten. Zum Beispiel einen See mit tollen Spiegelungen (Häuser, Berge,…) sowie zahlreiche groß angekündigte Touri Naps. Die sahen schon so richtig nach zeit und Geld Verschwendung aus.
Ein weiteres Highlight der Route war die Umgebung der Okanangan-Region, welche sehr schön aussieht. Es gibt dort jede Menge Felder (Mais-/Korn) und viele Tiere (meist Kühe). Somit zeichnet sich dieser Bereich durch Agra und Viehzucht aus. Leider scheinen aber viele Menschen dort Ihr Hab und Gut verkaufen zu wollen, denn es gab sehr viele „For Sale“ Schilder. Richtig viele. Wer weiß was hier wirklich abgeht, verseuchtes Trinkwasser, Fracking,………. Hoffen wir, das wir es nicht am eigenen Leib erfahren müssen.
Bei Vernon, eine kleine Stadt ca. 50 km vor Kelowna haben wir einen kleinen Abstecher in den Silver Star Provincial Park gemacht. Dies ist ein Skigebiet mit sehr interessanten oder vielleicht sollten wir ehrlicherweise sagen eher verrückten Häusern. Wir sind sehr weit hoch auf den Berg gefahren und haben uns eine gute Aussicht erhofft. Aber hier war doch tatsächlich alles von Häusern zugebaut. Selbst auf dem Weg nach unten, konnten wir an keinem, Punkt auch nur annähernd ein tolles Foto von der Aussicht schießen, da immer entweder Wald, eine Stromleitung oder ein Haus im Weg waren.
Nach dem wir wieder auf unserem eigentlichen Highway waren, entschlossen wir uns nach ca. 20km einen anderen Weg einzuschlagen. Diese Route führte uns zuerst über einen kleinen Berg zu einer riesen Häuseranlage mit einem sehr großen Golfplatz. Diese Anlage war gut besucht und wir fanden ein Schild, welches und den Prunk und die kleine Stadt (hunderte neue Häuser) erklärte. Dies war im Sommer das zu Hause der Kanadischen Eishockey Spieler. Es ging nun weiter auf einer endlich mal kurvigen und engen Straße. Entlang dieser Straße stießen wir auf den Okanagan Lake, welcher uns nun bis kurz vor Kelowna begleiten sollte. Auf dieser Route gab es am Rand des Sees jede Menge Obstanbau gebiete. In einem dieser, sahen wir endlich auch mal Rehe. Auch wenn wir es nicht glauben konnten, es standen tatsächlich Rehe zwischen den Obstbäumen unweit der Straße. Diese sahen für uns leider auf den ersten Blick künstlich aus, da Sie sich aber dann doch bewegten, war für uns alles klar.
Der Ausblick und das Panorama auf dieser Straße waren einfach herrlich. Die ganze Umgebung wird nicht zu Unrecht als das Kalifornien Kanadas bezeichnet.
Irgendwann mussten wir aber wieder zurück auf den Highway und legten auf diesem die letzten Kilometer in Richtung Kelowna zurück. Bevor wir uns auf die Suche nach der Unterkunft begeben konnten, hielten wir noch an einem Walmarkt um für den heutigen Abend noch ein paar Kleinigkeiten einzukaufen.
Die Unterkunft „Wild Nature B & B“ erreichten wir sehr gut. Wir hatten schon mit einer Schotterstraße und irgendwo im nirgendwo gerechnet. Zwar sind wir wie erwartet außerhalb, aber es gibt hier auch noch etliche Nachbarn um uns herum.
Die Unterkunft hat eine super Aussicht. Wir sind hier auf ca. 1200m ü. NN und schauen schön auf den Okanagan Lake herunter. Die Gastgeber hier sind aus Deutschland und haben uns herzlich empfangen. Die Unterkunft für uns hat einen eigenen Eingang und besteht aus einem Wohnesszimmer, 2 Bädern und 2 Schlafzimmern. Also alles das was man so braucht. Der morgige Tag ist dank ein paar Tipps der Gastgeber auch schon geplant.
Nachdem die Zimmer verteilt wurden, die Sachen im Kühlschrank verstaut wurden, genießten wir die Aussicht bei der untergehenden Sonne. Nachdem es dann hier aber doch sehr schnell kühl wurde, verzogen wir uns lieber nach drinnen (außer Alex K. der noch eine Lauf-/Sporteinheit eingeschoben hatte).
Jetzt heißt es noch Abendessen machen und den Abend vielleicht mit einer Runde Kartenspielen ausklingen lassen.
Als Randbemerkung gibt es noch zu erwähnen, dass Alex S. sich nun schon seit 2 Tagen mit einem deftigen Schnupfen rumschlägt. Wahrscheinlich hat er ihn von Tino, der sich in Jasper mit dieser Erkältung rumschlagen musste (und den hat er sich im Flugzeug geholt). Mal sehen wie die beiden Anderen sich noch halten.