Wie jeden Tag begann auch dieser mit einem sanften oder vielleicht sollte man eher sagen unsanften klingeln des Weckers, welches uns aus dem Schlaf riss. So langsam macht sich die Müdigkeit immer mehr bemerkbar. Aber nichts destotrotz wollten wir unseren letzten vollen Tag in Canmore noch mal mit einer Wanderung füllen. Daher hieß es wohl oder übel (einige hätten sehr gern weiter geschlafen) raus aus den Federn!
Die Stärkung für die Wanderung begann wie die letzten Tage, mit Müsli, Brötchen und natürlich nicht zu vergessen unseren Muffins.
Für unsere heutige Wandertour war der Mount Rundle geplant – oder eher gesagt, der östliche Gipfel (Mount Rundle East End). Dieser sieht von unserem Hotelzimmer aus wie eine Pyramide. Also wer kann schon sagen, dass er in Kanada auf einer Pyramide war? Aber, noch sind wir nicht oben und ob das Wetter heute mitspielt, werden wir noch sehen.
Mit dem Auto ging es über den Schotter-Highway hoch zum Parkplatz. Wanderschuhe an und los (oder besser hoch) geht es.
Der Weg am Anfang sah noch sehr vielversprechend aus und war klar zu erkennen. Jedoch sollte sich das auf einem sehr steilen und felsigen Stück noch ändern. Hier war nun kein klarer Weg mehr zu erkennen. Also hieß es, wie es sich für echte deutsche gehört: improvisieren. Dies gestaltete sich so, dass wir uns spontan einen eigenen Weg gesucht haben. Irgendwie sind wir aber quer Beet zum ersten kleinen Plateau auf dem Weg nach oben gekommen. Der Blick auf das Tal und die umliegenden Berge war unglaublich. Leider war auch der Wind unglaublich, welcher uns um die Ohren pfiff. Um nicht zusagen, das man den Wind schon als Sturm bezeichnen könnte.
Als wir auf dem Plateau an einem windgeschützten Stück eine kurze Pause einlegten, kamen uns drei junge Mädels entgegen. Sie waren kurz über der Baumgrenze umgekehrt, da der Wind zu stark wurde. Sie wünschten uns aber viel Glück! Wir werden sehen, wie weit wir kommen. Es wäre nur wieder sehr schade, kurz vor dem Gipfel des Berges, auf Grund des Wetters umdrehen zu müssen. Aber vielleicht haben wir heute ja etwas mehr Glück. Und im Vergleich zu den drei Mädels, die in Hotpants und mit Softshell-Jacke unterwegs waren, sind wir ja noch ein bisschen besser ausgestattet.
Der Weg nach oben, über Fels, Graß, Erde und Geröll war bei all dem Wind sehr beschwerlich. Aber dank all unserer Schichten haben wir es bis oben geschafft. Auf dem 2506 m hohen Gipfel angekommen konnten wir einen unglaublichen Ausblick genießen. Wir konnten von hier aus einen Blick auf die Rockies und auf Canmore werfen. Die Panorama Funktion der Kamera und des Handys konnte hier wieder ausgiebig getestet werden.
Der Weg nach unten war nicht wirklich besser als der nach oben. Es war steil und wir mussten aufpassen, nicht wegzurutschen. Daher auch der Titel, ein Hoch auf unsere Wanderschuhe, die uns richtig guten Gripp verliehen. Mit Turnschuhen wären wir hier absolut verloren gewesen.
Nachdem wir wieder sicher den Boden erreicht hatten, ging es zurück ins Hotel. Nach einer kurzen Erholungspause (Duschen, warmen Tee und die letzten Reste Eis vertilgen) ging es zum Abschluss nochmal in die Innenstadt von Canmore.
Diese ist allerdings viel kleiner als Banff und touristisch nicht so erschlossen. In Banff gab es ein Gift-Shop neben den anderen, hier gab es lediglich einen. Dafür zahlreiche Galerien und Geschäfte mit den teureren Marken.
Die letzten fehlenden Sachen für’s Grillen heute Abend wurden noch schnell im Saveway besorgt und dann ging es zurück ins Hotelzimmer, Sachen packen, die Route für morgen planen, grillen, Abendessen und noch ein bisschen auf der Couch relaxen.













