Am letzten morgen in Jasper hatten wir beschlossen mal typisch Kanadisch oder Amerikanisch Frühstücken zu gehen. Somit machten wir uns 8.20 Uhr auf den Weg in die Stadt zu Tim Hortons.
Scheinbar waren wir nicht die einzigen, die auf diese Idee gekommen sind – die Schlange war verdammt lang. Nach mehreren Minuten – oder gefühlten Ewigkeiten mit unserem leeren Bauch – waren wir an der Reihe.
Die Auswahl zwischen verschiedenen Kaffees, Donuts, Muffins, Bagels und auch herzhaften Sachen war riesig. Wie auch die Schlange die hinter uns noch länger wurde. Das Frühstück gestaltet sich bei uns durchweg süß Donuts, Muffins, Kakao und Vanille Kaffee standen auf dem Speiseplan.
Leider ging es Anja und Alex K. nach dem Frühstück nicht so gut, es fragt sich nur an was es lag, wir vermuten der Kakao war nicht so gut.
Zurück in der Unterkunft hieß es jetzt alle Sachen ins Auto verstauen und los geht’s. Natürlich konnten wir nicht sofort starten – bei 150 km ohne Tankstelle war es doch besser vorher noch etwas Sprit aufzutanken. Nach den anstrengenden letzten Tagen hatte keiner von uns Lust das Auto zu schieben. Wobei wir uns auch gefragt haben, ob wir ein Automatik Auto überhaupt schieben können und/oder ob man das Auto anrollen könnte?
Nun geht es los den weltberühmten Icefield-Parkway hinab in Richtung Canmore. Der Weg ist wirklich atemberaubend (obwohl er natürlich tausendmal schöner wäre ohne den leichten grauen Schleier am Himmel). Zahlreiche Gipfel mit den verbleibenden Gletschern, wunderschöne türkisfarbene Seen….auf den 230 km langen Parkway kamen wir aus dem Staunen kaum heraus.
Da wir die Athabasca-Falls gestern schon abgehackt hatten, starteten wir direkt an den Sunwapta-Falls. An Wasserfällen mangelt es in Kanada wirklich nicht. Auch hier waren wieder eine Menge Touristen anzutreffen was sicher nichts damit zu tun hatte, das man fast bis in die Wasserfälle fahren konnte.
Am Glacier Skywalk sind wir vorbeigefahren – da sich 29 CAD für diese Aussicht nicht lohnen. Diesen Skywalk kann man sich als langen weg mit Aussicht am Berghang vorstellen, welcher einen halbrunden Abschnitt mit Glasboden im frei hängenden Bereich hat.
Die nächste Station war das Columbia Icefield Centre – hier können die Touristen für sage und schreibe 50 CAD eine Gletscher-Tour machen (typisch Amerikanisch, die Touristen werden im Bus bis über den Gletscher gefahren und dürfen dort auch mal aussteigen). Nur nicht zu viel bewegen, dass könnte anstrengen. Wir kamen hier zu dem Fazit, dass es auch in Österreich und Deutschland genug Gletscher gibt, welche man sich kostenfrei ansehen kann.
Wetter und Windjacken waren am Gletscher doch von Vorteil, auch wenn das wie die Tage vorher viele andere Touristen nicht so sahen. Leider war es für uns doch etwas Kalt und regnerisch.
Wir sind vom Parkplatz bis hoch an den Fuß des Athabasca-Glacier gelaufen. Der Gletscher ist mit 5,5 km Länge und 1 km Breite sehr beeindruckend. Dennoch wird wahrscheinlich in ein paar Jahren oder Jahrzehnten auch von diesem Gletscher wohl nichts mehr übrig bleiben.
Zwischendurch gab es natürlich auch immer wieder unsere kleinen Fotostopps. An dem einen Aussichtpunkt konnten wir sehen wie eine Herde Karibus einen kleinen Stau verursachte – als sie die Straße überquert hatten, konnten die Autos weiter fahren.
Ein weiteres Highlight war der Peyto-Lake, den Aussichtspunkt erreichten wir nach einer kurzen (oder eher Mini-Wanderung). Strahlend blaues Wasser, wie aus dem Bilderbuch.
Direkt nach dem Peyto-Lake konnten wir den wunderschönen Bow-Lake und den Bow Glacier bewundern. Auch hier blies uns der Wind mächtig um die Ohren – so stark, dass es sogar Wellen auf den See gab.
Das ließ uns hoffen, kalter Nordwind und hoffentlich Regen könnten die Situation in Banff und Canmore verbessern. Doch mit dem Regen hat es leider nicht so wirklich geklappt. Ein paar Tropfen zwischendurch und das war’s leider schon wieder.
Zum Abschluss haben wir noch einen Halt am Herbert Lake gemacht. Hier war es ruhig und sehr schön. Die ganzen Touristen halten eher an den Top-Attraktionen (Lake Louise, Peyto Lake, ….) – vielleicht weil der Herbert Lake wie ein ganz normaler See aussah – nicht der typisch türkiesblaue Gletscher-See. Vielleicht werden wir hier zurückkommen und hier eine kleine Wanderung machen. Denn diese Umgebung sieht sehr vielversprechend aus. Wir haben sogar Spuren von Bären an den Bäumen gesehen. Wir sagen uns, je weniger Touristen hier irgendwo rumlaufen umso höher die Wahrscheinlichkeit einen Bär zu erspähen.
Nachdem wir den Icefield-Parkway verlassen haben – Lake Louise machen wir an einem anderen Tag in Verbindung mit einer Wanderung ging es schnurstracks in Richtung Canmore.
Es gab zwar noch einige Aussichtspunkte, welche bei klarer Sicht sicher wunderschön gewesen wären, aber für ein Smock-Foto wollten wir dann auch nicht mehr anhalten.
Es sah hier in Banff und Canmorre zwar etwas besser aus, als auf den Foto welche uns die Kanadier gezeigt haben, aber unsere Stimmung ging trotzdem gegen Null. Solange auf diesem Traum gewartet und jetzt liegt alles im Nebel. Es ist ja auch nicht nur das – so ganz gesund ist der Qualm/Rauch ja auch nicht.
Ich glaube wir haben uns alle gedacht: Diese s***** Waldbrände!!!
Hier gibt es die schönsten Plätze, Wandertouren, eigentlich einen fantastischen Blick auf die Rockies.
Stornieren können wir unser Hotel leider nicht – und das wäre auch sehr schade, weil dieses nämlich wirklich echt verdammt klasse ist. Und es richtig gut tut nach unserem Kellerloch – ganz oben, mit einer Richtigen Küche, verdammt viel Platz, zwei großen Bädern….
Nur die Aussicht passt noch nicht so ganz, da draußen noch alles durch den Smock relativ neblig erscheint und sich die etwas weiteren Berge nur erahnen lassen.
Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, ging es in die Stadt. Zunächst in einen Baumarkt um uns Atemschutzmasken zu kaufen und dann nochmal in einen Safeway, um Lebensmittel zu kaufen – jetzt können wir ja auch Richtig kochen.
Heute gab es zum Abendessen Tacos – mit Hackfleisch, Salat, Paprika und Mais. Man könnte wahrscheinlich sagen, das war unser bisher gesündestes Essen hier.
Und es war auch richtig lecker. Heute konnten wir unsere Kartenspiel-Runde wieder aufleben lassen-. Dafür war die letzten zwei Tage leider auch keine Zeit (wie auch zum Blog schreiben…).
Der Plan für morgen sieht den Yoho-National-Park vor – der liegt etwas nördlich. Alle anderen Pläne (die wunderschöne Wanderungen im Süden vorgesehen hatten) machen keinen Sinn.
Somit sind wir auch am Überlegen unseren Plan mit Kelowna (was noch südwestlich, aber noch näher an den Feuern liegt) zu skippen (hier könnten wir stornieren) und vielleicht eher nach Vancouver zu fahren und ein paar Tage auf Vancouver Island zu verbringen. Wer weiß….wir müssen erst mal sehen, was die nächsten Tage bringen…..
Bilder folgen 🙂





















