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Edmonton -> Jasper

Die zweite Nacht im Westbury House war vorüber – nun hieß es Koffer packen. Der Platz im Koffer wird so langsam grenzwertig – bald sind wir wohl oder übel gezwungen uns einen neuen Koffer zu kaufen….
Das Frühstück war genauso gut wie gestern. Nachdem alle Koffer gepackt und die Sachen im Auto verstaut waren, hieß es nun Abschied nehmen von Steven und Charlet, sowie Phoebie und Alonso – die wirklich so schnell rennen können wie der Wind, wenn sie ihrer Frisbee Scheibe hinterher jagen. Über unsere Weinflasche haben sich die beiden sehr gefreut.
Jetzt geht es los….wir kommen den Rockies immer näher. In wenigen Stunden werden wir schon in Jasper sein. Die Aufregung uns Spannung wächst. Ab morgen werden dann auch endlich unsere Wanderschuhe ihren Einsatz bekommen.
Die Fahrt lief problemlos. Jedoch ist es immer noch ungewohnt, dass die Trucks hier so schnell wie die Autos fahren bzw. sogar noch schneller. Es ist hier keine Seltenheit von einem Truck überholt zu werden (außer Alex K. fährt) und dieses birgt sogar die Gefahr von Steinschlägen. Hier fahren nämlich viele Autos mit gerissenen Frontscheiben rum – so etwas wie einen TÜV gibt es hier in Kanada nicht. Die Autos werden solange gefahren, bis sie nicht mehr fahren. Daher sieht man hier auf den Straßen schon einige Rostlauben rumfahren….
Leider ist uns gerade aufgefallen – als wir beim Erstellen unserer Einkaufsliste waren – das wir einige Sachen im Kühlschrank vergessen haben…..unsere Cola, das RootBeer (da dieses wie Medizin/Zuckerrübensaft schmeckt – ist es um dieses nicht so Schade), unser Rest Käse, Ketchup, H2O, der Pudding, der wie die Werters Original Bonbons schmeckt…)
Nach dem wir fast an einer 64km (gefühlt aber 640 km) langen Baustelle vorbei waren, erreichten wir die Industriestadt Hinton. Hier haben wir zuerst eine Tankstelle aufgesucht, welche wir kurz vor der Tankreserve noch erreichten. Auch haben wie hier noch einen kurzen Zwischenhalt gemacht um ein paar Lebensmittel einzukaufen. Wie gestern schon in Edmonton im Walmarkt, war auch hier die Suche nach Obst und Gemüse ergebnislos. Zum Glück gab es einen Safeway neben an, hier konnten wir Bananen und diverse weitere Lebensmittel kaufen.
In Hinton sind wir auch auf einen Bär getroffen. Aber keine Sorge, dieser war nur aus Plastik, dafür aber sehr groß.
Weiter ging es jetzt Richtung Jasper, wobei wir am Eingang vom Jasper Nationalpark die Nationalpark Jahreskarte für PKW bis zu 8 Personen kaufen mussten. Leider fiel uns erst hier auf, dass die nächste Unterkunft ohne Frühstück war und wir dafür Garnichts eingekauft haben. Nichts destotrotz kamen wir unserem nächsten Zwischenhalt in Miete Hots Springs näher. Als wir uns mit dem Mietwagen die kurvige Straße nach ca. 30 Minuten hochgequält hatten und unterwegs noch 2 Fotostopps eingelegt haben, erreichten wir HotSpings, welches für seine heißen Quellen bekannt ist.
Hier kreuzte ein ???? , der direkt aus dem Wald kam, unseren Weg. Natürlich haben sofort alle ihre Kameras gezückt.
Ein paar Meter haben wir hier auch zu Fuß zurückgelegt – bis zur Quelle die nicht mal einen Kilometer entfernt war. Zuweit wollten wir uns doch nicht von unserem Auto – das bis obenhin mit unserem Gepäck beladen war – entfernen. Es wäre alles andere als gut, wenn wir am Ende ohne Sachen und gar ohne Auto dagestanden hätten.
Die großen Wandertouren kommen schon noch früh genug.
Auf unserem weiteren Weg in Richtung Jasper haben wir immer wieder kleine Stopps zum Fotografieren eingelegt – typisch Kanada wie wir es kennen: zahlreiche Wälder, wunderschöne Seen, …kurzum eine traumhafte Landschaft.
Nur Schade das die Bilder nicht so gut geworden sind, da über uns ein seichter Nebel liegt, der von den sehr weit entfernten Waldbränden zu uns gezogen ist.
Leider ist unsere Unterkunft diesmal nicht so “luxuriös” wie erwartet, aber für die 4 Nächte wird es schon gehen.
Durch unsere Erkenntnis, dass wir Frühstück selbst machen müssen, sind wir hier dann noch einmal schnell in die Stadt zum einkaufen gelaufen (ca. 700m von der Unterkunft). Leider waren wir von den Preisen extrem schockiert, aber es nützt nicht essen müssen wir schon. So haben wir zum Frühstück ein bisschen Müsli, Milch und Marmelade besorgt. Bis ca. 22:00 Uhr haben wir dann noch den nächsten Tag und unsere 1. große Wanderung geplant. Das heißt morgen geht es los !!!!

–> 06:30 Frühstück.

Edmonton Tag 1

Die erste Nacht im Westbury House war vorüber. Was wird uns zum Frühstück erwarten? Wird es genauso gut wie im Lakeview, schlechter oder ist es noch zu toppen?
Der erste Blick auf den Frühstückstisch und wir waren guter Hoffnung. Es gab große Schokomuffins, Naturjoghurt mit Blaubeeren und Himbeeren, selbst gebackenes Brot (Toast), Croissons, Müsli, Rührei… Wir hatten nichts zu beklagen. Und die Muffins sind echt göttlich! – und auch genauso kalorisch. Aber nichts desto trotz, sollten wir irgendwo einen Sears finden, dann wissen wir, was auf unserem Einkaufszettel stehen wird.
Nachdem wir reichlich gefrühstückt haben und uns Steven die wichtigsten und interessanten Punkte auf der Karte eingezeichnet hatte, ging es los nach Edmonton. Ganz ohne Navi, nur mit dem eingezeichneten Weg haben wir unseren Parkplatz in einer Seitenstraße problemlos gefunden. Das ging schon mal einfacher als in Calgary.
Der Weg quer durch das Fringe Festival führte uns zu unserem Zwischenziel – die Bahnstation für die Edmonton Highlevel Streetcar. Mit dieser Bahn (unser Wagon „Melbourne Australia 930“ 1947 war ursprünglich einmal in Melbourne Australien auf den Schienen unterwegs gewesen) fuhren wir nun über die höchste Straßenbahnbrücke der Welt mit 48 m Höhe und sogleich durch den einzigen Straßenbahntunnel in Alberta. Bevor wir jedoch die Brücke passieren konnten mussten noch drei Dinge überprüft werden: 1. Ist die Brücke noch vorhanden? 2. Funktionieren die Lampen/die Elektrizität noch? 3. Befindet sich jemand auf der Brücke? Nachdem alle drei Punkte gescheckt wurden, ging es nun endlich über die Brücke. Wobei Punkt 1 sicher eher der Unterhaltung der Fahrgäste diente. 
An der Endhaltestelle in Jasper wagten wir uns nun in die Innenstadt von Edmonton. Als wir durch den Railway Park gingen, sind wir direkt an der Edmonton Marathonstrecke vorbeigekommen. Die Läufer bzw. ihr Laufstil sah teilweise schon alles andere als gesund aus. Und man fragt sich schon, muss man mit Krücke und einem Aircast-Schuh wirklich einen Marathon laufen?????????
Weiter ging es – durch ein paar Blocks, dann wieder ein Stückchen entlang der Marathonstrecke – durch die City of Edmonton. So wirklich schön war es hier aber nicht. Viele Bettler, Junkies und Obdachlose auf der Hauptstraße. Einige hatten sogar eine Blootooth-Freisprecheinrichtung – das war schon ein bisschen komisch und unheimlich – weiß man mit wem er kommuniziert und wer an der nächsten Ecke auf uns warten könnte? Daher haben wir uns an der Bank dann doch lieber entschlossen uns Geld in Jasper zu holen und nicht hier.
Unser Weg führte uns nun zu dem ältesten Gebäude der Stadt. Ein Hotel, das im Jahre 1915 fertig gestellt wurde. Von diesem ging eine Treppe nach unten in Richtung Fluss und Park. Auf dieser haben wir kurz eine Trinkpause eingelegt. Leider mussten wir hier einen Deckel von unserer Wasserflasche beklagen, da dieser direkt durch die Ritze im Boden gefallen ist. Nur gut dass es keine Kameraabdeckung oder etwas anderes wichtiges war.
Unser Spaziergang ging weiter entlang des Flusses, über die Brücken und durch den Park. Hier im Grünen war es schon wesentlich angenehmer als in der Innenstadt.
Auf dem Weg zum Regierungsgebäude sind wir an einem Baseball-Stadium vorbeigekommen. Dieses hat am Sonntag geöffnet (for Free), sodass Familien mit ihren Kindern hier ein Paar Bälle schlagen können. Ich glaube, danach würde man in Deutschland vergeblich suchen…
Am Regierungsgebäude haben wir den Rückweg mit der Bahn angetreten – die war dieses mal richtig voll. Auch der Ansturm der Leute die in die Bahn Richtung City wollten, war wesentlich größer als bei unserer Hinfahrt – also haben wir alles richtig gemacht. Zwischen durch kam uns sogar der Waggon entgegen, der ehemals in Hannover unterwegs gewesen ist („Hanover Germany 601“ (1970)).
Auf dem Rückweg haben wir noch an einem Outdoor-Geschäft Halt gemacht. Die Parkplatzsuche gestaltete sich nicht so einfach – alle möglichen Parkplätze in der Seitenstraße waren belegt, nur Kurzzeitparker mit 5 min frei. Bevor wir noch mehr Zeit verschwendeten ging es dann auf den Bezahl-Parkplatz. Dort waren wir dann zur richtigen Zeit am richtigen Fleck – denn wir haben von einer Familie ihren Restparkschein (noch ca. 1 h) geschenkt bekommen. Nachdem Outdoor-Geschäft, ging es dann noch eindecken mit Lebensmittel in einen Walmart. Nur irgendwie suchten wir hier die Obst und Gemüse Abteilung vergeblich….
Letztendlich wurden wir dann aber in einem anderen Supermarkt doch noch fündig. Jetzt ging es endlich wieder ab zurück ins Westbury House und es war Zeit fürs Abendessen.
Natürlich haben wir auch heute Abend nicht auf unsere alltägliche Kartenrunde verzichtet. Da es keine Einigung zwischen Doppel- und Schafskopf gab – hieß es Skibo. Die Skibo-Karten liegen zwar noch zu Hause in Deutschland – aber mit Romme Karten geht’s auch. 😉 Die „Not“ macht erfinderisch.
Fazit des heutigen Tages: Edmonton ist zwar die grünere Stadt, aber Calgary ganz eindeutig die schönere!

Calgary nach Edmonton, West Edmonton Mall

Heute früh lachte endlich wieder die Sonne. Nach den letzten Handgriffen zum packen ging es das letzte Mal in Calgary zum Frühstück. Hier hieß es nochmal richtig zuschlagen, wir wissen ja nicht, was uns die nächsten Tage erwartet. Auf dem Speiseplan heute gab es Würstchen, Ei, Muffins, Waffeln, Marmelade,…. .

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es ein letztes Mal in unser Zimmer, um unsere Koffer zu holen und den Kühlschrank zu leeren. Da wir bereits zum Frühstück die erste Fuhre ins Auto gebracht hatten, konnten wir jetzt problemlos alles mit einmal mitnehmen. Das auschecken im Hotel lief auch problemlos.
Es war eine sehr schöne Zeit im Lakeview, wir sind gespannt, wie die nächsten Unterkünfte werden.

Um 09:00 machten wir uns nun endlich mit dem Auto auf den Weg nach Edmonton. Wobei wir so langsam gezwungen waren das erste mal zu tanken. Also mussten wir noch einen kleinen Abstecher zur nächsten Tankstelle machen.
Tanken? Welcher Sprit? Das ist doch easy – in Deutschland ja, aber hier war es doch nicht so ganz einfach.
Uns war nicht ganz klar, welchen Sprit wir tanken durften, da unser Motor mit 85E (Ethanol) fährt. Ethanol ist günstiger und es gibt zahlreiche Tankstellen in Vancouver (British Columbia). Aber was ist mit Alberta? Die gestrige Suche im Internet nach Ethanol Tankstellen in und um Calgary war leider erfolglos.
Daher blieb uns nur eins übrig – wir müssen etwas anderes tanken. Nur fragt sich was genau ist kompatibel? Da auch das Fragen an der Tankstelle nichts brachte, entschlossen wir uns das günstigste Benzin zu nehmen und sind damit bisher auch ganz gut “gefahren”.
Fragt sich, was die Mietwagenfirma sich bei diesem Wagen wohl gedacht hat?

Auf der Fahrt nach Edmonton (ca. 330km) konnten wir in der Ferne, aber dafür recht gut die Rocky Mountains sehen. Bald werden wir dieses gewaltige Gebirge aus der Nähe bewundern dürfen. Etwas Angst machte uns nur, dass die Berge fast komplett weiß, also von Schnee bedeckt waren.

Nach einer 3 stündigen Fahrt und ohne uns zu verfahren erreichten wir unser Ziel. Naja ohne uns zu verfahren ist nicht ganz richtig, wir standen eine Einfahrt zu weit vorne. Das falsche Haus machte uns etwas Angst es war wie aus einem schlechten Horrorfilm. Als wir unseren Fehler gerade noch rechtzeitig erkannten, fuhren wir eine Einfahrt weiter und hier sah es doch sehr freundlich aus.
Wir wurden von 2 Hunden und natürlich auch von unseren Gastgebern Steve und Charlet herzlich empfangen. Dazu ist noch zu erwähnen, dass wir diesmal nicht in der Stadt sind sondern eher in der Pampa untergekommen sind. Das Grundstück unserer Gastgeber ist echt groß.
Nach dem wir nun unsere Sachen gleich in die Zimmer gebracht haben, ging es weiter in das weltweit größte Shoppingcenter (West Edmonton Mall).
Hier haben wir wie der Name schon sagt eine sehr große Mall gesehen, in welcher es aber neben hunderten von Läden auch ein Mega Schwimmbad, ein Eishockeyfeld, einen Minigolfplatz, ein Piratenschiff und ein Abenteuerland (Galaxyland). Hier konnten wir ohne Probleme den ganzen Nachmittag verbringen und haben uns dabei auch eine kleine Show (Seehunde Show) angesehen. Um 17:30 Uhr haben wir die Mall dann endlich mit mäßiger Ausbeute auf Grund der hohen Preise verlassen.

Nach der Rückkehr zur Unterkunft haben Anja und Alex noch Ihr Sportprogramm durchgezogen und wir haben uns etwas näher mit den Gastgebern bekannt gemacht. Nun sitzen wir zum Abendbrot zusammen und werden den morgigen Tag planen.

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